Beeindruckende Buddha-Statuen in Ost- und Südostasien
In ganz Ost- und Südostasien begegnen sie dem Reisenden an nahezu jeder Ecke: monumentale Steinfiguren, vergoldete Kolosse und stille, moosbewachsene Köpfe, die aus dem Dschungel emporzuwachsen scheinen. Die ikonischen Abbildungen des Siddhartha Gautama sind weit mehr als ästhetrische Kunstwerke – sie sind stille Lehrmeister, die dem Betrachter die zentralen Werte des Buddhismus ins Gedächtnis rufen. EAST ASIA TOURS stellt Ihnen vier ganz besondere Statuen vor, jede auf ihre Weise einzigartig und jede eine Reise wert.
Die vier beeindruckendsten Buddha-Statuen Asiens
Von Chinas größtem Steinriesen bis zum geheimnisvollen Baum-Buddha – eine Reise zu den spirituellen Wahrzeichen Ost- und Südostasiens.
In diesem Artikel erfährst du:
🏛️ Die Geschichte des größten Stein-Buddhas der Welt
🧘 Die spirituelle Bedeutung des Tian Tan Buddha
🌿 Die Legende des Baum-Buddhas von Ayutthaya
💆 Warum Wat Po als Geburtsort der Thai-Massage gilt
Für wen ist dieser Artikel?
- ✈️ Reisende, die eine Asien-Rundreise planen und kulturelle Höhepunkte suchen
- 📸 Fotografie-Enthusiasten, die ikonische Motive abseits der Touristenpfade entdecken möchten
- 🧘 Spirituell Interessierte, die mehr über die Symbolik buddhistischer Kunst erfahren wollen
- 🏛️ Kultur- und Geschichtsliebhaber, die tief in die Vergangenheit Asiens eintauchen möchten
Der Große Buddha von Leshan – Der steinerne Riese Chinas
Der Große Buddha von Leshan – Ein Monument der Tang-Dynastie
Mit einer Höhe von 71 Metern thront der Große Buddha von Leshan als die weltweit größte Buddha-Statue aus Stein. Unweit der südwestchinesischen Stadt Leshan wurde der sitzende Buddha während der Tang-Dynastie über ganze 90 Jahre hinweg in einen massiven Felsen gehauen. Der Legende nach sollte die Statue die unruhigen Gewässer am Zusammenfluss dreier Flüsse besänftigen und die gefährliche Schifffahrt sicherer machen. Tatsächlich veränderten die abgetragenen Felsbrocken den Flusslauf so sehr, dass Schiffe fortan problemlos navigieren konnten. Seit 1996 zählt das Monument zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist umgeben vom Dafo-Park, von dem aus Besucher die beeindruckenden Dimensionen der Statue in sich aufnehmen können. Während unserer fünftägigen Reise „Steinerne Riesen und Heilige Berge“ können Sie den Park besuchen und den Großen Buddha von Leshan bestaunen.
Der Tian Tan Buddha – Bronze-Koloss auf Lantau
Der Tian Tan Buddha – Harmonie in Bronze gegossen
Auf der Insel Lantau bei Hongkong thront der Tian Tan Buddha, eine 23 Meter hohe Bronzestatue (mit Sockel 34 Meter), die als größter „freisitzender“ Bronze-Buddha der Welt gilt. Die Statue nahe des buddhistischen Klosters Po Lin symbolisiert die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Religion. Entstanden in den 1980er-Jahren, wurde sie aus gut 200 Bronzeteilen zusammengesetzt und im Dezember 1993 in einer feierlichen Zeremonie unter Anwesenheit buddhistischer Mönche aus aller Welt eingeweiht. Im Inneren des Buddha ist eine große Glocke platziert, die 108 Mal am Tag schlägt – die 108 Schläge symbolisieren die „108 Laster der Menschheit“, eine zentrale Lehre des Buddhismus. Um hinauf zum Buddha zu gelangen, müssen Besucher rund 260 Stufen erklimmen. Die Anstrengung lohnt sich, denn von der Plattform aus hat man einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Berge und das Meer. Auf unserem Tagesausflug „Insel Lantau & Kloster Po Lin“ können Sie sich selbst davon überzeugen.
Der Tempel des Ruhenden Buddha – Wat Po in Bangkok
Der Tempel des Ruhenden Buddha – Wat Po und die Geburt der Thai-Massage
Der Tempel des Ruhenden Buddha, Wat Po, ist eine der ältesten Tempelanlagen Bangkoks. Dort befindet sich die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe, liegende, vergoldete Buddha-Statue. Sie symbolisiert das „Erlöschen“ (Nirwana) Buddhas. An den Füßen der Statue sind 108 charakteristische Symbole Buddhas aus wertvollem Perlmutt eingearbeitet. Doch Wat Po ist weit mehr als nur eine beeindruckende Statue. Unter König Rama III. im 19. Jahrhundert wurde der Tempel als offene Universität eingesetzt. Hier wurde verschiedenes Wissen zusammengetragen und verbreitet, unter anderem das Wissen der Thailändischen Medizin. So gilt der Tempel als Geburtsort der heute weltweit bekannten Thai-Massagen, die aus einer Kombination des wertvollen Medizinwissens entstanden. Diesen und viele weitere Tempel und Sehenswürdigkeiten der thailändischen Hauptstadt erleben Sie zum Beispiel während unseres Tagesprogramms „Best of Bangkok – Ein Erlebnistag in der Hauptstadt Thailands“.
Der Baum-Buddha von Ayutthaya – Wenn die Natur Kunst umarmt
Der Baum-Buddha von Ayutthaya – Ein Wunder der Natur
Der letzte Buddha, den wir Ihnen vorstellen möchten, ist weder besonders groß noch besonders wertvoll – materialtechnisch betrachtet. Doch er ist etwas ganz Besonderes. Ayutthaya war von 1350 bis 1767 Hauptstadt des ehemaligen Siams und Residenz von 33 Königen. Nach Berichten von Zeitzeugen war es in jener Zeit eine der beeindruckendsten Städte Asiens. Zahlreiche Tempel und deren Buddha-Statuen zeugen von der Bedeutung der altehrwürdigen Stadt. In der Nähe des Tempels Wat Mahathat befindet sich ein kleiner Buddha-Kopf, der aus Baumwurzeln „herausschaut“. Wenn die Natur Städte und Bauwerke zurückerobert, macht sie normalerweise vor nichts und niemandem halt. Der Baum-Buddha bildet die Ausnahme von dieser Regel, denn wundersamerweise haben die Baumwurzeln den Kopf des Buddhas umrankt, nicht aber überrankt. Ayutthaya erleben Sie unter anderem auf unserer fünftägigen Rundreise „Thailands Königsstädte und der Norden“.
💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes
Insider-Tipp: Besuchen Sie den Großen Buddha von Leshan am frühen Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Statue in goldenes Licht tauchen – die Menschenmassen bleiben dann noch aus. In Bangkok sollten Sie bei einem Besuch des Wat Po unbedingt eine traditionelle Thai-Massage im angeschlossenen Tempel-Massagezentrum buchen; die Einnahmen fließen direkt in die Erhaltung der Tempelanlage. Ein kultureller Hinweis: Betreten Sie buddhistische Tempel stets mit bedeckten Schultern und Knien, und ziehen Sie Ihre Schuhe aus, bevor Sie eine Gebetshalle betreten. Fotografieren Sie niemals mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue – dies gilt in vielen asiatischen Ländern als respektlos.
Diese Auswahl an Buddha-Statuen ist nur ein Bruchteil dessen, was Ost- und Südostasien und der Buddhismus zu bieten haben. In der Tat begegnen Ihnen an vielen Ecken die Statuen zu Ehren des Glaubensbegründers. Ob groß oder klein, wertvoll oder aus schlichtem Stein – Buddha-Statuen sind seit vielen Jahrhunderten zeitlose Kunstwerke, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben.
🏛️ UNESCO-Welterbe
Der Große Buddha von Leshan ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Tang-Dynastie.
🧘 Spirituelle Symbolik
Die 108 Glockenschläge des Tian Tan Buddha erinnern an die 108 Laster der Menschheit – eine zentrale Lehre des Buddhismus.
💆 Geburtsort der Thai-Massage
Der Wat Po Tempel in Bangkok gilt als Ursprungsort der traditionellen Thai-Massage, die auf altem Medizinwissen basiert.
🌿 Natur und Kunst
Der Baum-Buddha von Ayutthaya zeigt eindrucksvoll, wie die Natur archäologische Stätten auf einzigartige Weise umarmt.
Zum Schluss
Ob in den Bergen Chinas, auf einer Insel vor Hongkong, in den Tempeln Bangkoks oder in den Ruinen von Ayutthaya – die Buddha-Statuen Asiens sind stille Zeugen einer tiefen spirituellen Tradition. Sie laden den Reisenden ein, innezuhalten, die Schönheit der Kunst zu bewundern und einen Moment der Ruhe in einer oft hektischen Welt zu finden. Lassen Sie sich von diesen Meisterwerken inspirieren und entdecken Sie die kulturelle Vielfalt Ost- und Südostasiens auf einer Reise, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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Welche Buddha-Statue ist die größte der Welt?
Der Große Buddha von Leshan in China ist mit 71 Metern die weltweit größte Buddha-Statue aus Stein. Der Tian Tan Buddha auf Lantau ist mit 34 Metern (inkl. Sockel) der größte freisitzende Bronze-Buddha der Welt.
Kann man den Tian Tan Buddha besteigen?
Ja, Besucher müssen rund 260 Stufen erklimmen, um zur Plattform des Tian Tan Buddha zu gelangen. Der Aufstieg wird mit einem atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge und das Meer belohnt.
Warum ist Wat Po in Bangkok so besonders?
Wat Po beherbergt nicht nur die berühmte 46 Meter lange liegende Buddha-Statue, sondern gilt auch als Geburtsort der traditionellen Thai-Massage. Der Tempel diente im 19. Jahrhundert als offene Universität für Medizin und Wissen.
Wie ist der Baum-Buddha von Ayutthaya entstanden?
Der Buddha-Kopf im Tempel Wat Mahathat wurde im Laufe der Jahrhunderte von den Wurzeln eines Bodhi-Baums umschlossen. Die Natur hat den Kopf umrankt, ohne ihn zu zerstören – ein seltenes und faszinierendes Phänomen.
Welche Kleiderordnung gilt in buddhistischen Tempeln?
In buddhistischen Tempeln sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Schuhe werden vor dem Betreten der Gebetshallen ausgezogen. Fotografieren mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue gilt in vielen asiatischen Ländern als respektlos.
