EAT in Indien: Essen auf Bananenblättern, Ayurveda-Tiefenentspannung und Tiger-Dates
Namasté! Die Innenflächen der beiden Hände zusammengeführt, in der Nähe des Herzens an die Brust gelegt und der Kopf leicht gebeugt – so ist die übliche Begrüßung in Indien.
Südindien persönlich erleben – Von Chennai bis Mysore
Ein eleganter Reisebericht voller kultureller Einblicke, spiritueller Momente und praktischer Tipps für Ihre nächste Indien-Reise.
In diesem Artikel erfährst du:
🇮🇳 Willkommenskultur und erste Eindrücke in Chennai
🏛 Eindrucksvolle Tempel und historische Stätten in Tamil Nadu
🐘 Begegnungen mit der Tierwelt und ayurvedische Tiefenentspannung
💡 Lokale Insider-Tipps für eine unvergessliche Südindienreise
Für wen ist dieser Artikel?
- 🌟 Reisende, die Südindien abseits der ausgetretenen Pfade entdecken möchten
- 🌟 Kulturinteressierte, die sich für hinduistische Tempel, Felsarchitektur und lokale Feste begeistern
- 🌟 Luxusreisende, die Wert auf exklusive Unterkünfte und persönliche Betreuung legen
- 🌟 Indien-Neulinge, die einen vertrauenswürdigen, erfahrenen Reiseveranstalter suchen
Herzlich willkommen in Chennai – Tor zu Südindien
Dermaßen herzlich und respektvoll wurden Erika und ich von unserer Agentur begrüßt, als wir in Chennai, der Hauptstadt von Tamil Nadu, ankamen. Ich war vorher schon mehrfach im Norden, aber nur wenig im Süden Indiens gereist und war ganz schön aufgeregt. Meine Begleiterin Erika nicht minder; für sie war es die erste Reise nach Indien. Chennai ist der ideale Ausgangspunkt für Südindienreisen – hier erlebt man den Aufbruch in die Moderne, aber auch die tief verwurzelten Traditionen des Landes hautnah.
Die hinduistische Tradition, die Südindien wesentlich prägt, erlebten wir zunächst in der Bronzegalerie im Government Museum. Shiva, der Gott der Zerstörung und der Schöpfung, wird hier als Nataraja, als König des Tanzes, mannigfach dargestellt. Die rund tausend Jahre alten Bronzestatuen des vierarmigen, von einem Flammenkreis umgebenen Nataraja strömen sanfte Schönheit und Würde aus. Der Nataraja hat es mir von allen Hindugöttern am meisten angetan.
Gott Shiva ist auch das größte Heiligtum von Chennai gewidmet, der Kapaleeshvar-Tempel, der auf das 7. Jahrhundert zurückgeht, später von den Portugiesen zerstört und im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Hier wurden wir Zeugen eines farbenfrohen, turbulenten Tempelfests. Es war Sonntag, und viele Stadtbewohner kamen hierher, um zu beten, Opfer an einem der zahllosen Altäre darzubringen und einfach mit der Familie oder Freunden zusammen zu sitzen. Zwölf weiß gekleidete Priester saßen beieinander und sangen aus den vedischen Texten. Der Tempel beherbergte zu meinem Erstaunen auch zehn Kühe in einem speziellen Raum. Kühen als den heiligen Tieren Indiens sollten wir unterwegs, auf Straßen und Plätzen, noch oft begegnen.
Marina Beach und die Spuren der Vergangenheit
Chennai ist nicht zuletzt für den breiten vier Kilometer langen Strand, dem Marina Beach, berühmt – Treffpunkt vieler Jugendlicher und Familien. Ich musste unwillkürlich an den Tsunami denken, der hier vor Jahren wütete und viele Menschen, die sich hier aufhielten, vom Strand einfach weggespült hatte. Hinduistische Felsarchitektur par excellence bewunderten wir später auch in Mahabalipuram an der Bucht von Bengalen. Auch dort hat der Tsunami manche in Felsen gehauene Meisterwerke aus Granit freigelegt. Felsreliefs mit den phantasievollen Namen „Arjunas Buße“ und „Herabkunft der Ganga“ oder auch die „Fünf Rathas“ (Tempelwagen) sind hier zu bewundern.
Die Besucher der klassischen Stätten waren in Sonntagslaune, viele wollten mit uns im Schatten sitzen und einfach nur plaudern … Wir trafen eine Gruppe junger Frauen, die ein Hostel in Chennai betreiben – sie hatten ihre Gäste kurzerhand auch nach Mahabalipuram geschickt und waren mit der Herbergsmutter unterwegs.
Am nächsten Morgen mussten wir unser Luxushotel Taj Connemara in aller Herrgottsfrühe verlassen, um den Zug nach Mysore im Bundesstaat Karnataka zu erreichen. Neugierig wie es weitergeht? Dann lassen Sie sich von uns in unserem Blog mit auf eine Reise nach Südindien entführen: Erika und unsere Indienspezialistin Birgit nehmen Sie in Teil 1 ihres Berichtes in den Märchenpalast der Familie Maharaja nach Mysore mit und berichten in Teil 2 von abenteuerlichen Begegnungen mit Tigern und Elefanten im Bergland in Coorg und davon, wie man diesen mit absoluter Tiefenentspannung dank Ayurveda begegnet.
💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes
Insider-Tipp: Beim Betreten eines Hindu-Tempels in Südindien ist es üblich, die Schuhe auszuziehen – oft gibt es dafür kostenlose Schuhaufbewahrungen. Achten Sie auf angemessene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und lassen Sie sich ruhig auf ein kurzes Gespräch mit Einheimischen ein; die Gastfreundschaft ist enorm. Trinkgeld in Restaurants ist mit etwa 10 % angemessen, wenn kein Servicezuschlag enthalten ist. Übrigens: In Chennai ist Leitungswasser nicht trinkbar – greifen Sie zu abgefülltem Wasser, das fast überall erhältlich ist. Ein weiterer Geheimtipp: Probieren Sie unbedingt einen traditionellen Filter Coffee – der wird in Südindien mit süßer, aufgekochter Milch serviert und ist ein kulturelles Erlebnis für sich.
Impressionen aus dem zweiten Indien Reisebericht




🌴 Beste Reisezeit
Für Südindien empfehlen sich die Monate November bis Februar – dann ist es angenehm warm und trocken. Die Monsunzeit (Juni–September) kann für Nationalparkbesuche weniger geeignet sein.
🍛 Kulinarische Highlights
Probieren Sie unbedingt Dosa, Idli, Vada und natürlich den südindischen Filter Coffee. Die vegetarische Küche Tamil Nadus ist weltberühmt und auch in luxuriösen Hotels erstklassig.
🚆 Fortbewegung vor Ort
Züge in Indien sind ein Erlebnis – für Komfort buchen Sie die 1. oder 2. Klasse. Privatfahrer mit Guide sind ideal für flexible Routen und werden von East Asia Tours organisiert.
👘 Kleidung & Etikette
Leichte, langärmlige Kleidung aus Naturfasern schützt vor Sonne und Insekten. In Tempeln Schultern und Knie bedecken – ein Tuch ist praktisch. Schuhe ausziehen nicht vergessen!
Zum Schluss
Südindien ist ein Kaleidoskop aus Farben, Düften und tief empfundener Spiritualität. Von den belebten Straßen Chennais bis zu den stillen Felsentempeln Mahabalipurams – jede Begegnung hinterlässt Spuren. Lassen Sie sich von der herzlichen Gastfreundschaft und der jahrtausendealten Kultur verzaubern. Mit East Asia Tours als Partner an Ihrer Seite wird Ihre Reise nicht nur luxuriös, sondern auch authentisch und sorglos. Wir freuen uns, Ihre persönliche Indien-Reise zu gestalten.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Südindien?
Die ideale Reisezeit sind die Monate November bis Februar. Dann herrschen angenehme Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius und wenig Niederschlag. Die Monsunzeit (Juni bis September) ist für Nationalparks und Strandurlaub weniger geeignet.
Welche Kleidung ist in Tempeln angemessen?
In hinduistischen Tempeln sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Leichte, langärmlige Kleidung aus Baumwolle ist ideal. Ein Schal oder Tuch kann schnell übergezogen werden. Schuhe müssen vor dem Betreten ausgezogen werden – Socken sind meist erlaubt.
Ist Chennai sicher für Alleinreisende?
Chennai gilt als eine der sichereren Großstädte Indiens. Dennoch gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Wertsachen nicht offen zur Schau stellen, abends in belebten Gegenden unterwegs sein und auf seriöse Transportmittel (z. B. vorab gebuchte Taxis) achten. Frauen sollten aufmerksam bleiben und möglichst in Gruppen reisen.
Wie komme ich am besten von Chennai nach Mahabalipuram?
Die Strecke ist etwa 60 Kilometer lang und dauert mit dem Auto gut 1,5 bis 2 Stunden. Ein privater Fahrer oder ein organisiertes Taxi ist die komfortabelste Option. Öffentliche Busse fahren ebenfalls, sind aber oft voll. East Asia Tours bietet bequeme Transfers inklusive Guide an.
Welche kulinarischen Spezialitäten sollte ich in Tamil Nadu probieren?
Unbedingt probieren: Dosa (knuspriger Reiscrepe), Idli (gedämpfte Reisküchlein), Vada (Linsengebäck), Sambar (Linsengemüse) und zum Abschluss einen echten Filter Coffee. Die südindische Küche ist überwiegend vegetarisch, aber auch Fisch und Meeresfrüchte sind in Küstennähe hervorragend.
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