Mythos und Tradition

So ist auch die chinesische Bezeichnung für den Begriff „Chinese“ im Chinesischen zweideutig. Der Ausdruck Zhongguoren, was so viel bedeutet wie „Mensch aus den Mittellanden“ bezieht sich auf die Staatangehörigkeit des Betreffenden wohingegen Hanzuren „ethnischer Chinese“ oder auch „Mensch des Volks der Han“ bedeutet und sich somit eher die ethnische Zugehörigkeit einer Person anzeigt.

Zweisprachiger Unterricht ist heute weitverbreitet und Angehörige einer nationalen Minderheit sind generell von der Ein-Kind-Politik ausgenommen und dürfen in jedem Fall zwei Kinder bekommen. In dünn besiedelten Regionen und bei quantitativ kleinen Nationalitäten, gibt es sogar Familien die mehr als zwei Kinder bekommen dürfen. Die Geschichte der „Minderheiten-Politik“ geht bereits auf den chinesischen Kaiser Qin Shihuang (259-210 v.Chr.) zurück, der es zum ersten Mal schaffte, die unterschiedlichen Reiche und Staatsgebiete mit den verschiedenen Sprachen und Völkern zu einen.

Zu ihnen zählten bspw. die Tabgatsch, die später die Nördliche Wei-Dynastie (385–535) regierten und die Ruzhen, die späteren Herrscher der Jin-Dynastie (1125–1234). Auch das gesamtchinesische Reich wurde zweimal in seiner Geschichte von nicht-han-chinesischen Herrschern geführt. Die Yuan-Dynastie der Mongolen (1279-1368) konnte sich fast ein gesamtes Jahrhundert halten, die letzte aller Dynastien, die Qing-Dynastie dauerte von 1644 bis zum Sturz des Kaiserhofs im Jahr 1911.
Heute ist die Mehrheit der chinesischen Minderheiten-Völker Chinas im Süden und Südwesten des Reichs der Mitte angesiedelt und hat ihre eigenständige und einzigartige Kultur bewahren können. Da gibt es die größte der han-chinesischen Volksgruppen, die Hakka, die bekannt sind für ihre beeindruckenden Rundbauten aus Lehm, die hauptsächlich in der Provinz Fujian zu finden sind und die für den Schutz einer der außergewöhnlichsten Lebens- und Wohngemeinschaften der Welt konstruiert wurden – heute gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Da gibt es die Minorität der Bai, deren Name zu Deutsch so viel bedeutet wie „Weißes Volk“, deren Sprache zu 60% aus dem Chinesischen entnommen ist und die als eine der meist-assimilierten Völkergruppen Chinas gilt. Und da gibt es das Volk der Dai, die hauptsächlich in Dörfern am Mekong beheimatet sind und deren wichtigstes Fest das alljährliche Wasserfest ist, auch bekannt als das „Fest des badenden Buddha“, weil man davon ausgeht, dass ein Drache den neugeborenen Buddha mit Wasser bespritzt hat.
Auf der Kulturreise „Mythos und Tradition“ erkundet man den atemberaubenden Süden Chinas und reist auf den Spuren der zahlreichen Minoritäten und ihrer eigenen traditionellen Kultur. Die Reise beginnt in Chengdu, der Provinzhauptstadt Sichuans, die nicht nur für die knuddeligen Pandabären sondern auch für den besonderen Sichuan-Pfeffer bekannt und berühmt ist.
Bei einem Besuch des Küchenmuseums im naheliegenden Pixian und einem Kochkurs können hier die ersten Spezialitäten des Landes versucht und probiert werden.

Kontakt zu den ethnischen Minoritäten wird der Reisende in der Nähe von Dali beim Besuch eines Bai-Dorfes und in Jinghong am Mekong haben, wo die Dai noch nach ihren traditionellen Gepflogenheiten leben. Die Reise in die faszinierende Welt der chinesischen Minderheiten endet bei einem Besuch der legendären Rundbauten der Hakka in der kleinen Stadt Yongding, in der Nähe von Xiamen.
Die Reise „Mythos & Tradition“ ist mit zwei Terminen im Herbst (11.09.-26.09.2013 und 16.10.-31.10.2013) ab/bis Deutschland buchbar. Im Preis von ab € 3.799,- sind die Flüge ab/bis Deutschland, alle innerchinesischen Transfers, Besichtigungsprogramm inkl. Eintrittsgelder, 14 Übernachtungen in 4*- Hotels sowie ständige deutschsprachige Reiseleitung enthalten.
Weitere Informationen zur Reise finden Sie hier.
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