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Mythos und Tradition

Spricht man im Westen von China oder der chinesischen Sprache, bezieht man sich meistens auf die offizielle Sprache Chinas: das Mandarin, das von der Mehrheit der han-chinesischen Bevölkerung gesprochen wird. Dass China ein Vielvölkerstaat mit 56 nationalen Ethnien ist, wissen die wenigsten. Neben der größten Han-Nationalität finden sich in China noch Mandschus, Uiguren und zahlreiche andere Völker.

Chinas ethnische Vielfalt erleben – Kultur, Traditionen & Reisetipps für den Süden

Tauchen Sie ein in die authentische Welt der Bai, Dai und Hakka – abseits der großen Städte, mitten im pulsierenden Leben traditioneller Minderheiten.

In diesem Artikel erfährst du:
🌏 Welche Minderheiten den Süden Chinas prägen
🏛️ Wie die einzigartigen Hakka-Rundbauten entstanden
💧 Was das Wasserfest der Dai so besonders macht
🍜 Wie du selbst in die Kochkunst eintauchst

Für wen ist dieser Artikel?

  • 🌍 Kulturinteressierte Reisende, die abseits der touristischen Pfade suchen
  • 📸 Fotografie-Enthusiasten, die architektonische Wunder und farbenfrohe Trachten festhalten möchten
  • 🧑‍🍳 Feinschmecker, die sich für regionale Küchen und Kochkurse begeistern
  • 🏞️ Individualreisende, die authentische Begegnungen mit lokalen Ethnien schätzen

Reist man in den Süden des riesigen Reiches, kann man die Gebräuche und Traditionen dieser Völker kennen lernen und sich von ihren besonderen Eigenheiten in Staunen versetzen lassen. Die in der Provinz Yunnan beheimatete Bai-Nationalität gilt als meist assimilierte Gruppe der nationalen Minoritäten und speist 60% ihrer Sprache aus dem Hochchinesisch. Ihr Name „Bai“ bedeutet „Weiß“ und weist auf die Lieblingsfarbe ihrer schmuckvollen Kleidung hin. Die Bai sind hauptsächlich Buddhisten, verfolgen aber auch regionale Bräuche und beten den Gott ihres Dorfes an. Ihr Leben ist von eigenen Gebräuchen und Traditionen geprägt, die in den malerischen Städten wie Dali besonders lebendig sind.

Traditionelle Kleidung der Bai-Minderheit in Yunnan

Die Bai-Nationalität – Farbe und Spiritualität
Die Bai in Yunnan leben nach einem tief verwurzelten Brauchtum, das sich in ihrer Festkleidung, ihren Tempeln und ihren alltäglichen Ritualen widerspiegelt. Ein Besuch in Dali bietet die Gelegenheit, den Markt der Bai zu erleben, auf dem kunstvoll bestickte Textilien und lokale Spezialitäten angeboten werden. Die Mischung aus buddhistischer Spiritualität und Ahnenverehrung prägt den Rhythmus der Dörfer – eine Ruhe, die wohltuend von der Hektik der Großstädte abschaltet.

Auch die Dai-Minorität am Lauf des Mekongs lebt nach eigenen Gesetzen und Regeln. Bis in die Han-Dynastie (2. Jh. v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.) gehen die historischen Aufzeichnungen zurück, die die Dai als politische Gruppe erwähnen. Als Volksstamm kamen sie vor allem in den südchinesischen Provinzen vor und bildeten lokale Königreiche, die immer wieder großen Einfluss hatten. Das Wasser spielt in den Alltagsbräuchen eine große Rolle: Ihr Neujahrsfest, das Wasserfest, ist ganz dem fließenden Element gewidmet. Es wird Mitte April gefeiert und auch als „Festival des badenden Buddhas“ bezeichnet. Der Legende nach wurde der neugeborene Buddha von Drachen mit duftendem Wasser bespritzt. Noch heute wird an diesem Feiertag alles besprüht, was in der Nähe ist – so wünscht man dem Bespritzten Glück für das neue Jahr. Wie bei der Winteraustreibung des hiesigen Fasching soll das Wasser das alte Jahr verabschieden und böse Geister vertreiben. Die Dai wohnen in zweistöckigen Gebäuden aus Bambus, die meist so errichtet sind, dass im Falle einer Überschwemmung die Familie in Sicherheit ist. Diese Bauweise ist ein faszinierendes Beispiel für traditionelles ökologisches Wohnen.

Noch beeindruckender als die Dai-Bauten am Mekong sind die aus Lehm und Stein gefertigten Rundbauten der Hakka-Minderheit in der südchinesischen Provinz Fujian. Die Hakka stammten ursprünglich aus Nordchina, siedelten sich aber im Laufe der Geschichte im Süden des Landes an. Die kreisrunden, mehrstöckigen Bauten – sogenannte Tulou – sollten Angreifer und Räuber abwehren und die Anwohner schützen. Heute gehören diese architektonischen Wunderwerke zum UNESCO-Weltkulturerbe und erstaunen Besucher aus aller Welt. In einigen Tulou kann man sogar übernachten und so die gelebte Gemeinschaftskultur der Hakka hautnah erleben.

💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes

Insider-Tipp: Wer die Minderheiten in ihrem Alltag erleben möchte, sollte die kleinen Dörfer abseits der Hauptstraßen besuchen. In Yunnan lohnt sich ein früher Morgen auf dem Bauernmarkt von Dali – hier kaufen die Bai ein, tauschen Neuigkeiten aus und tragen dabei ihre farbenfrohe Tracht. Kulturelle Besonderheit: In China ist es üblich, bei Geschenken oder Trinkgeldern diskret zu sein; offenes Geldzählen gilt als unhöflich. Für den Besuch von Tempeln und heiligen Stätten der Minderheiten ist es ratsam, Schultern und Knie zu bedecken – ein Zeichen von Respekt. Transport-Tipp: Zwischen den Orten der Reise verkehren moderne Busse und Inlandsflüge; für individuelle Erkundungen vor Ort bieten sich Fahrräder an, besonders in der flachen Umgebung von Dali.

Die Reise „Mythos und Tradition“ ist all den geheimnisvollen und noch wenig ergründeten chinesischen Regionen des Südens gewidmet. Von der Provinzhauptstadt Sichuans, Chengdu, reisen Sie nach Lijiang, besuchen den mythischen Ort Shangri-La und das mittelalterliche Städtchen Dali. Der Weg führt weiter nach Jinghong und zu den Westbergen nach Kunming. Den Abschluss bildet ein Besuch der Stadt Xiamen. Auf dieser Reise besuchen Sie kleine verlassene Dörfer verschiedener Minderheiten, lernen die Alltagskultur dieser besonderen Ethnien kennen und tauchen ein in die mythische und traditionelle Welt Chinas. Bei einem Kochkurs im kleinen Städtchen Pixian, in der Nähe von Chengdu, können Sie sich sogar selber im Kochen chinesischer Speisen versuchen – ein unvergessliches Erlebnis für alle Sinne. Die 16-tägige Kulturreise ist mit zwei Terminen im Frühjahr buchbar. Im Preis sind die Flüge ab/bis Deutschland mit KLM, 14 Übernachtungen in 4*-Hotels, alle innerchinesischen Transfers, ein chinesischer Kochkurs im Küchenmuseum in Pixian sowie Reiserücktritts- und Reiseabbruch-Versicherungen enthalten. Aktuelle Preise und Termine erfahren Sie direkt beim Veranstalter.

🏔️ Bai in Yunnan

Die „Weißen“ – bekannt für ihre Tracht, ihr Kunsthandwerk und ihre Tempelfeste. Zentrum ist Dali am Erhai-See.

💧 Dai am Mekong

Wasserfest im April, Bambusarchitektur und Theravada-Buddhismus prägen diese lebensfrohe Ethnie in Xishuangbanna.

🏛️ Hakka-Tulou in Fujian

Kreisrunde Wehrbauten aus Lehm, UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartige Gemeinschaftsprojekte der chinesischen Kultur.

✈️ Reise-Highlight

Kochkurs in Pixian, Übernachtung in traditionellen Gasthäusern und Begegnungen mit lokalen Kunsthandwerkern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt:

CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0) 40-32 33 22 40
Fax: +49(0)40-32 33 22 22
E-Mail: [email protected]
www.caissa.de

Zum Schluss

Chinas Süden ist ein Mosaik aus Kulturen, die oft im Verborgenen blühen. Die Begegnung mit den Bai, Dai und Hakka öffnet nicht nur die Augen für die Vielfalt des Landes, sondern schenkt auch unvergessliche Momente der Stille und des Staunens. Lassen Sie sich ein auf eine Reise, die weit über das Übliche hinausgeht – und die noch lange in Ihnen nachklingen wird.

Wann ist die beste Reisezeit für den Süden Chinas?

Der Frühling (April bis Mai) und der Herbst (September bis Oktober) bieten milde Temperaturen und klare Sicht. Das Wasserfest der Dai findet Mitte April statt – ideal für kulturelle Höhepunkte.

Welche Unterkünfte sind auf der Reise inbegriffen?

Es werden 4*-Hotels mit landestypischem Charme genutzt, darunter auch traditionelle Gasthäuser in Dali und ein Übernachtungsaufenthalt in einem Hakka-Tulou in Fujian.

Benötige ich ein Visum für China?

Ja, für die Einreise ist ein Touristenvisum (L-Visum) erforderlich. Die Beantragung sollte mindestens vier Wochen vor Reisebeginn erfolgen. CAISSA unterstützt bei der Visa-Beschaffung.

Ist die Reise für Familien mit Kindern geeignet?

Die Rundreise ist durch das Programm und die Unterkünfte für Erwachsene und ältere Jugendliche konzipiert. Für jüngere Kinder empfiehlt sich eine individuelle Anpassung – sprechen Sie CAISSA direkt an.

Welche Sprachen werden vor Ort gesprochen?

In den Städten und Hotels wird meist Mandarin und einfaches Englisch verstanden. In den Dörfern der Minderheiten sind die lokalen Dialekte vorherrschend – ein deutschsprachiger Reiseleiter begleitet die Gruppe.

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