Reisetipps von Transorients-Vietnam-Expertin Teil 3
Transorients Vietnamexpertin, Derya Toprak, berichtet im dritten und letzten Teil ihres Reiseberichts von ihren persönlichen Eindrücken einer von Vietnam Airlines organisierten Rundreise durch Vietnam. Im Mittelpunkt dieses Abschnitts stehen die pulsierende Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt, das faszinierende Mekong-Delta und die historischen Cu-Chi-Tunnel. Tauchen Sie ein in ihre Erlebnisse und entdecken Sie ein Land voller Kontraste, herzlicher Begegnungen und unvergesslicher Landschaften.
Vietnam entdecken: Von Saigon bis zu den Cu-Chi-Tunneln
Ein exklusiver Reisebericht über die faszinierende Vielfalt des Südens – authentisch, inspirierend und voller wertvoller Tipps für Ihre nächste Premium-Reise.
In diesem Artikel erfährst du:
🌆 Die Highlights von Ho-Chi-Minh-Stadt & das Caravelle Hotel
🛶 Eine Bootsfahrt durch das grüne Mekong-Delta
🕯️ Geschichte hautnah: Die Cu-Chi-Tunnel verstehen
💡 Insider-Tipps für eine unvergessliche Vietnamreise
Für wen ist dieser Artikel?
- 🌍 Reisende, die eine authentische und tiefgründige Vietnam-Erfahrung suchen
- ✈️ Kulturinteressierte, die historische Stätten wie die Cu-Chi-Tunnel besuchen möchten
- 🍜 Feinschmecker und Abenteurer, die das Mekong-Delta erkunden wollen
- 🏨 Anspruchsvolle Gäste, die Wert auf gehobene Hotels und persönliche Reisebegleitung legen
Tag 7: Früher Start in den Süden – Ankunft in Saigon
Der Wecker klingelte unerbittlich früh. Um 6:15 Uhr versammelten wir uns in der Hotellobby – die Frühmaschine nach Saigon war gebucht. Nach einem schnellen Frühstück ging es zum Flughafen. Mit dem Flug VN 1305 hoben wir um 8:45 Uhr ab und landeten pünktlich um 9:55 Uhr in Ho-Chi-Minh-Stadt, der ehemaligen Hauptstadt des Südens. Hier erwartete uns unser dritter und letzter Guide: herzlich, temperamentvoll und voller Energie. Es gab keine Zeit zu verlieren – direkt ging es auf Erkundungstour.
Unser erster Stopp war die Wiedervereinigungshalle, ein symbolträchtiger Ort der jüngeren Geschichte Vietnams. Von dort schlenderten wir zur Notre-Dame-Kathedrale, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Ihre beeindruckende Stahlkonstruktion stammt tatsächlich aus der Werkstatt von Gustave Eiffel. Direkt daneben liegt die Hauptpost, ein weiteres architektonisches Juwel aus der Kolonialzeit.
Zu Fuß ging es weiter zu einem kurzen Fotostopp am Rathaus von Ho-Chi-Minh-Stadt und am Opernhaus, neben dem auch unser Hotel für die kommende Nacht lag: das legendäre Caravelle Hotel. Ein echtes Stück Geschichte, das schon viele Staatsgäste beherbergte. Anschließend tauchten wir ein in das bunte Treiben des Ben-Thanh-Marktes. In der großen, überdachten Halle erwartete uns eine wahre Reizüberflutung: Farben, Gerüche, Stimmen – alles war intensiv. Die sonst in Vietnam so typische Zurückhaltung wich hier einem lebhaften Handel. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse, Schuhe, Taschen, Kleidung, Schmuck, Kaffee oder Schnaps – der Markt bot alles, was das Herz begehrt. Nach diesem Erlebnis war eine Verschnaufpause mehr als willkommen. Wir checkten im Hotel ein und genossen etwas Freizeit.
Ein erster Eindruck von Saigon
Die Stadt ist ein pulsierendes Zentrum voller Energie. Zwischen historischen Kolonialbauten und modernen Wolkenkratzern entfaltet sich das tägliche Leben der Menschen. Ein Spaziergang durch die Straßen ist wie eine Reise durch die Zeit – und ein Fest für die Sinne.
Tag 8: Das Mekong-Delta – Eine Welt für sich
Mit Spannung erwarteten wir den heutigen Ausflug. Um 8:15 Uhr ging es los nach My Tho, ins Herz des Mekong-Deltas. Kaum am Wasser angekommen, standen schon die zahlreichen Boote bereit, um uns ans andere Ufer zu bringen. Wir tuckerten auf einem einfachen, aber charmanten asiatischen Dampfer über den breiten Mekong. Vorbei an Fischerhäusern, die direkt auf dem Wasser schwammen, und dichtem Grün, das die Ufer säumte. Unser Reiseleiter erzählte unermüdlich – Geschichten über das Leben auf dem Fluss, die Menschen und die Natur.
Langsam näherten wir uns einer Insel. Die Wasserenge wurde schmaler, und rings um unser Boot rankten sich dichte Blätter und Lianen – fast wie im Dschungel. Wir erreichten einen kleinen Steg und gingen an Land. Ein schmaler Pfad führte uns ins Inselinnere. Immer wieder duckten wir uns unter überhängenden Ästen, während wir den Erklärungen zur Flora und Fauna lauschten. Schließlich erreichten wir einen kleinen hölzernen Pavillon. Hier wurden aus Kokosnussholz kunstvolle Handwerksprodukte hergestellt: Schlüsselanhänger, verzierte Essstäbchen, Geschirr und Schmuck. Die Handwerker ließen keine Wünsche offen.
Weiter ging es durch die wuchernde Natur auf engen Sandwegen, bis wir zu einer kleinen Landstraße kamen. Dort erwarteten uns bereits Pferdekutschen, die uns durch eine kleine Siedlung fuhren. Plötzlich wurde Halt gemacht. Durch eine schmale Nebengasse gelangten wir zu einer Art Camp: ein paar Hütten, ein Toilettenhäuschen, Stände und eine offene, überdachte Terrasse. Hier erwarteten uns gedeckte Tische voller Obst, Tee und ein Gesangstrio. Wir genossen die Pause – und manch einer ließ sich für einen wahren Touristen-Schnappschuss eine Python um den Hals legen.
Zwischen Wasser und Dschungel
Die Rückfahrt in den kleinen Lontail-Booten war ein weiteres Highlight. Wir glitten durch enge Wasserläufe, gesäumt von üppigem Blattwerk, das weit über das Wasser ragte. Es wurde lichter, die Boote wurden langsamer – und schon hatten wir unser ursprüngliches Gefährt erreicht. Auf dem Rückweg nach Saigon machten wir noch Halt im Kriegszeugenmuseum. Die Ausstellung hinterließ tiefe, erschütternde Eindrücke vom Vietnamkrieg.
Noch etwas benommen wurden wir im neuen Hotel abgesetzt. Nach einer kurzen Verschnaufpause trafen wir uns in der Lobby, um zu einer kleinen Hotelinspektion ins weiter außerhalb gelegene Ibis Hotel aufzubrechen – dem ersten 3-Sterne-Hotel der Stadt. Nach der Inspektion läutete ein köstliches vietnamesisches Dinner den letzten gemeinsamen Abend ein.
Tag 9: Geschichte zum Anfassen – Die Cu-Chi-Tunnel
Ein letztes, leckeres Frühstück im Hotel brachte einen guten Start in diesen abschließenden Tag. Gleich morgens machten wir uns auf den Weg zu den Cu-Chi-Tunneln, die etwa 75 Kilometer nordwestlich der Stadt liegen. Dort angekommen, verschafften wir uns mit Hilfe eines kurzen Dokumentarfilms einen ersten Überblick. Anschließend begann unser Rundgang durch das weitläufige Gebiet. Wir hatten die Möglichkeit, selbst durch einen der freigelegten, gut getarnten Ein- und Ausgänge zu kriechen – ein beklemmendes Gefühl.
Wir sahen Bilder, Puppen, die als Mitglieder der Vietcong dargestellt waren, und viele weitere Demonstrationen der damals gebauten Fallen und geheimen Räumlichkeiten. Die meisten Tunnelsysteme sind heute verfallen oder verschüttet. Einige wurden zu Museumszwecken erhalten – als Andenken an den hiesigen Widerstand. An einer Stelle konnten wir den Tunnel sogar begehen. Ein etwa 90 Meter langer Abschnitt ist hier eigens für Touristen auf eine Höhe von etwa 1,20 Metern und eine Breite von 80 Zentimetern vergrößert worden. Trotzdem hatte man ein bedrängendes Gefühl und konnte sich kaum vorstellen, wie hier ein Stück Geschichte geschrieben wurde.
Ein Ort der Erinnerung
Die Cu-Chi-Tunnel sind ein eindrucksvolles Zeugnis des Überlebenswillens und der Erfindungsgabe der vietnamesischen Bevölkerung. Ein Besuch ist nicht nur historisch lehrreich, sondern auch eine emotionale Erfahrung, die nachhallt.
Nach einer kurzen Teepause war der Rundgang beendet, und es hieß wieder Kurs auf Saigon. Nun hatten wir bis zum Aufbruch zum Flughafen noch ein paar Stunden Freizeit. Die Frauen der Gruppe nutzten die Zeit selbstverständlich für ausgiebige Bummeleien auf dem Markt und in den umliegenden Einkaufsstraßen. Ein wenig Zeit zum Packen und Frischmachen blieb noch, bevor wir abgeholt wurden. Der letzte Flug dieser Tour stand an – ein Abschied, der uns schwerfiel.
💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes
Insider-Tipp: In Vietnam ist es üblich, bei Verhandlungen auf Märkten freundlich, aber bestimmt zu feilschen. Ein Lächeln öffnet viele Türen. Achten Sie darauf, beim Betreten von Pagoden und Tempeln angemessene Kleidung zu tragen – Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Ein weiterer Tipp: Probieren Sie unbedingt eine Schale Phở an einem der vielen Straßenstände – das Nationalgericht ist ein kulinarisches Erlebnis. Und wenn Sie mit dem Taxi unterwegs sind, nutzen Sie am besten die App-basierten Dienste wie Grab, um faire Preise zu garantieren.
Mein Fazit:
Nächstes Mal möchte ich auf jeden Fall dafür sorgen, dass ich mehr Zeit in diesem unglaublich vielseitigen, interessanten Land voller faszinierender Landschaften und wahnsinnig herzlichen Menschen verbringe. Unterschiede lassen sich interessanterweise zwischen Nord-, Zentral- und Südvietnam – natürlich auch geschichtlich bedingt – tatsächlich feststellen. Ein Land, das sich in den vergangenen Jahren wirklich stark weiterentwickelt hat. Definitiv ein sehr lohnenswertes Reiseziel im südostasiatischen Raum.
Hẹn gặp lại Việt Nam!
Auf Wiedersehen Vietnam!
Derya Toprak
🌴 Beste Reisezeit
Die Trockenzeit von November bis April ist ideal für den Süden. In Zentralvietnam sind die Monate Februar bis August am angenehmsten.
🍜 Kulinarische Highlights
Neben Phở sollten Sie unbedingt Bánh Mì (Baguette-Sandwich) und frische Frühlingsrollen probieren. Die Küche ist leicht, aromatisch und weltberühmt.
🚗 Fortbewegung
In den Städten sind Taxis und Ride-Hailing-Apps die beste Wahl. Für längere Strecken empfehlen sich Inlandsflüge oder komfortable Züge.
🎒 Packtipps
Leichte, atmungsaktive Kleidung ist ein Muss. Denken Sie an Insektenschutz, Sonnencreme und einen Hut. Für Tempelbesuche sollten Schultern und Knie bedeckt sein.
Zum Schluss
Vietnam ist ein Land, das unter die Haut geht. Die Herzlichkeit der Menschen, die Vielfalt der Landschaften und die Tiefe der Geschichte machen jede Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ob Sie durch die Gassen Hanois schlendern, auf dem Mekong treiben oder in die Vergangenheit der Cu-Chi-Tunnel eintauchen – Vietnam wird Sie verzaubern. Lassen Sie sich von diesem faszinierenden Land inspirieren und planen Sie Ihre eigene Reise. Es lohnt sich.
Wie komme ich am besten von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt?
Die schnellste und bequemste Verbindung ist ein Inlandsflug. Die Flugzeit beträgt etwa zwei Stunden. Alternativ können Sie den Zug nehmen – die Strecke ist landschaftlich reizvoll, dauert aber rund 30 Stunden.
Welche Währung wird in Vietnam verwendet?
Die offizielle Währung ist der Vietnamesische Dong (VND). In touristischen Gebieten werden auch US-Dollar oft akzeptiert. Es ist ratsam, immer etwas Bargeld dabei zu haben, da nicht überall Kartenzahlung möglich ist.
Ist Vietnam ein sicheres Reiseland?
Ja, Vietnam gilt als sehr sicheres Reiseland. Wie überall sollten Sie jedoch auf Ihre Wertsachen achten und sich in den Städten vor Taschendieben schützen. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit.
Brauche ich ein Visum für Vietnam?
Ja, für die Einreise nach Vietnam benötigen deutsche Staatsbürger ein Visum. Dieses kann online (E-Visum) oder bei der vietnamesischen Botschaft beantragt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel einige Werktage.
Welche Sprachen werden in Vietnam gesprochen?
Die Amtssprache ist Vietnamesisch. In touristischen Gebieten wird oft Englisch verstanden. Ein paar einfache vietnamesische Phrasen wie „Xin chào“ (Hallo) und „Cảm ơn“ (Danke) werden sehr geschätzt.
Für mehr Informationen steht Ihnen Ihr Reisebüro oder Transorient unter 040-5148900 oder per Email unter [email protected] zur Verfügung.
