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Reisetipps von Transorients Vietnam-Expertin Teil 2

Derya Toprak, Vietnamexpertin bei Transorient, nimmt Sie im zweiten Teil ihres Reiseberichts mit auf eine unvergessliche Entdeckungsreise durch das Herz Vietnams. Nach den kulturellen Höhepunkten Hanois und der magischen Halong-Bucht führt die Reise nun in die ländliche Idylle von Ninh Binh und weiter in das charmante Hoi An – eine Route, die Abenteuer, Geschichte und pure Lebensfreude vereint.

Vietnam persönlich erleben: Mit dem Rad durch Ninh Binh & durch die Altstadt von Hoi An

Von versteckten Pagoden in Felshöhlen bis zu den farbenfrohen Märkten von Hoi An – ein authentischer Reisebericht voller Insider-Einblicke.

In diesem Artikel erfährst du:
🚴‍♂️ Warum eine Fahrradtour durch die Reisfelder von Ninh Binh unvergesslich ist
🛶 Wie die Tam-Coc-Höhlen die „trockene Halong-Bucht“ prägen
🏛️ Welche kulturellen Schätze in Hoi An auf dich warten
🧭 Insider-Tipps für eine entschleunigte Vietnam-Reise

Für wen ist dieser Artikel?

  • 🌿 Reisende, die authentische, ländliche Regionen abseits der Touristenpfade suchen
  • 🚲 Aktivurlauber, die Radfahren & Natur mit Kultur verbinden möchten
  • 📸 Fotografie-Enthusiasten, die atemberaubende Landschaften & traditionelles Dorfleben festhalten wollen
  • 🏯 Geschichtsinteressierte, die sich für alte Dynastien, Pagoden und Weltkulturerbe begeistern

Tag 4: Ninh Binh – Mit dem Klapprad durchs Dorfparadies

Radtour durch Reisfelder in Ninh Binh, Vietnam

Das Highlight der Reise: Radeln durch Can Long
Nach den intensiven Tagen in Hanoi und der Halong-Bucht setzte sich die Reise mit unserem pinken Bus – gefahren von Dat, unserem umsichtigen Busfahrer – nach Ninh Binh fort. Hier erwartete uns ein ganz besonderes Erlebnis: Auf einem abgelegenen Bauernhof hinter einem traditionellen Holzhaus standen Klappräder bereit. Ein kurzer Moment zur Orientierung, dann suchte sich jeder sein Gefährt aus und der Guide führte uns auf eine rund 12 Kilometer lange Tour entlang des Roten Flusses. Über Stock und Stein, durch kleine Dörfer mit Holzhütten und Reisfelder hindurch – die Kulisse aus sattem Grün und den dunklen Karstbergen war atemberaubend. Ein wenig durchnässt, aber voller Glück kehrten wir nach einer Stunde zurück und tauschten die Sättel gegen die Sitze im Bus – bereit für die nächste Unterkunft.

Dieser Programmpunkt entpuppte sich als eines der persönlichsten Highlights der Reise. Das Radeln über Schotterwege und schmale Deiche, vorbei an Büffeln und freundlich winkenden Dorfbewohnern, vermittelt ein unverfälschtes Bild vom ländlichen Vietnam. Die Stille, die nur von Vogelrufen und dem Summen der Insekten unterbrochen wird, lässt den Alltag weit hinter sich.

Tag 5: Ninh Binh – Pagoden, Höhlen und eine Bootsfahrt durch die „Trockene Halong-Bucht“

Der fünfte Tag begann entspannt – erst gegen halb zehn ging es weiter. Einige Reisende nutzten die Zeit für eine Massage oder Kosmetikbehandlung im Hotel. Dann startete die Erkundungstour mit der Bich-Dong-Pagode, einem faszinierenden Bauwerk, das direkt in den Fels gehauen wurde. Eine Besteigung lohnt sich: In einer höher gelegenen Höhle verbirgt sich ein kleiner, stiller Tempel – ein Ort der Ruhe und Besinnung.

Weiter führte der Weg zur historischen Altstadt von Hoa Lu, der alten Hauptstadt Vietnams. Hier besichtigten wir Tempel aus der Đinh- und Lê-Dynastie. Die Liebe zum Detail in der Holzschnitzerei und die harmonische Anlage zeigen, wie tief die Verehrung der Ahnen in der vietnamesischen Kultur verwurzelt ist.

Bootsfahrt durch die Tam-Coc-Höhlen in Ninh Binh, Vietnam

Tam-Coc-Höhlen – eine Bootsfahrt der besonderen Art
Anschließend ließen wir uns die Fahrt in einem Longtailboot durch die sogenannte „Trockene Halong-Bucht“ nicht nehmen. Zwei Ruderinnen brachten uns lautlos durch die Tam-Coc-Höhlen, vorbei an bizarren Kalksteinformationen, die aus den Reisfeldern emporragen. Die Region erinnert an die Landschaft von Guilin in China – nur wilder und unberührter. Nach der Bootsfahrt wartete ein mehrgängiges Mittagessen mit lokalen Spezialitäten in einem Dorfrestaurant auf uns. Gestärkt traten wir die Rückfahrt zum Flughafen von Hanoi an, verabschiedeten uns schweren Herzens von unserem Reiseleiter Kienh und flogen nach Danang, um von dort nach Hoi An zu gelangen.

Tag 6: Hoi An – Lampions, Seide und ein Hauch von Geschichte

Nach einem ausgedehnten Frühstück holte uns der Guide zu einem Spaziergang durch die Altstadt ab – einem der schönsten historischen Zentren Südostasiens. Der Bummel begann auf dem farbenfrohen einheimischen Markt, wo Düfte von exotischen Früchten, Kräutern und Fisch die Sinne betören. Dann schlenderten wir durch die engen Gassen, gesäumt von traditionellen Holzhäusern und unzähligen Lampions in allen Farben. Einst eine wohlhabende Hafenstadt, zeigt Hoi An heute einen beeindruckenden Mix aus chinesischen, japanischen und französischen Einflüssen – besonders sichtbar in der Architektur.

Seidenraupenfabrik in Hoi An, Vietnam

Einblicke in die Seidenherstellung
Ein Höhepunkt für viele Besucher ist der Besuch einer Seidenraupenfabrik. Hier verfolgt man jeden Schritt – von der Zucht der Raupen über das Abwickeln des feinen Fadens bis zur kunstvollen Verarbeitung zu Kleidung und bestickten Bildern. Die Handwerkskunst ist jahrhundertealt und prägt die Textilindustrie Hoi Ans bis heute. Nach einer Mittagspause stand die Fahrt zur alten Hauptstadt des Champa-Königreichs an: „Mein Sohn“ (Mỹ Sơn), etwa 40 km südwestlich von Hoi An. Die UNESCO-Weltkulturerbestätte erinnert ein wenig an Angkor Wat: In einem Tal voller satter Vegetation liegen zahlreiche Backsteingebäude und Heiligtümer aus dem 7. bis 13. Jahrhundert. Ein Ort von tiefer Spiritualität und architektonischer Meisterschaft.

Nach einem langen, eindrucksvollen Tag kehrten wir ins Hotel zurück, um uns nur kurz umzuziehen, bevor wir in ein edles Restaurant direkt am Wasser in der Altstadt aufbrachen – ein perfekter Abschluss eines Tages voller neuer Entdeckungen.

💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes

Insider-Tipp: In Vietnam ist es üblich, vor dem Betreten von Pagoden und Tempeln die Schuhe auszuziehen – achte auf die bereitgestellten Schuhregale. Außerdem solltest du beim Fotografieren von Mönchen oder Einheimischen stets ein Lächeln und ein kurzes Nicken zeigen; dies wird als Zeichen von Respekt verstanden. Ein weiterer Tipp: Auf den Märkten in Hoi An lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen, wenn die Händler ihre Waren frisch anliefern und die Atmosphäre noch authentisch ist. Für eine Bootsfahrt auf dem Thu Bon River empfehle ich, die Abenddämmerung zu wählen – dann leuchten die tausenden Lampions der Altstadt.

🌍 Anreise & Fortbewegung

Der Inlandsflug von Hanoi nach Danang ist die schnellste Verbindung. Von Danang sind es nur 30 Minuten nach Hoi An. In Ninh Binh empfiehlt sich das Fahrrad oder Motorrad – Taxis sind günstig, aber weniger flexibel.

📅 Beste Reisezeit

Die Monate Februar bis April sowie September bis November bieten angenehme Temperaturen und wenig Regen. In Ninh Binh ist es während der Regenzeit (Mai–Oktober) besonders grün, aber die Wege können matschig sein.

💵 Währung & Kosten

Die Landeswährung ist der Vietnamesische Đồng (VND). Geldabheben an Automaten ist unkompliziert. Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird aber für gute Serviceleistungen gerne gegeben – etwa 5–10 %.

🍜 Kulinarische Highlights

Probieren Sie unbedingt „Bánh mì“ in Hoi An (gegrilltes Fleisch im Baguette) und frische Frühlingsrollen. In Ninh Binh ist „Cơm cháy“ (knuspriger Reis) eine lokale Spezialität. Dazu ein kühles „Bia Saigon“ – perfekt!

Lesen Sie im nächsten Go Asia Newsletter mehr über den weiteren Verlauf meiner Reise durch Vietnam und erhalten Sie einen persönlichen Eindruck von Ho Chi Minh City, dem Mekong Delta und den Cu Chi Tunneln.

Ihre Derya Toprak

Für mehr Informationen steht Ihnen Ihr Reisebüro oder Transorient unter 040-5148900 oder per Email unter [email protected] zur Verfügung.

Zum Schluss

Diese Reiseetappe durch Ninh Binh und Hoi An zeigt, wie facettenreich Vietnam ist: von der ländlichen Ruhe beim Radfahren über die mystischen Höhlen bis zur quirligen Altstadt mit ihrer Seidenkultur. Jeder Ort hat seine eigene Seele und lädt dazu ein, innezuhalten und die Schönheit des Augenblicks zu genießen. Wer sich auf das Land einlässt, wird mit unvergesslichen Begegnungen belohnt – und mit dem Wunsch, bald wiederzukommen.

Wie komme ich am besten von Hanoi nach Ninh Binh?

Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden mit dem Auto/Bus oder knapp 2 Stunden mit dem Zug. Viele Reiseveranstalter wie Transorient buchen private Transfers inklusive Guide – besonders komfortabel und flexibel.

Lohnt sich eine Bootsfahrt durch die Tam-Coc-Höhlen?

Unbedingt! Die Fahrt ist ruhig und malerisch. Die Ruderinnen stammen meist aus dem Dorf und kennen jede Kurve. Tipp: Eine Kopfbedeckung mitnehmen, da es in den Höhlen feucht und kühl sein kann.

Welche Kleidung sollte ich in Hoi An einpacken?

Leichte, luftige Stoffe aus Baumwolle oder Leinen sind ideal, da es meist warm und schwül ist. Für den Besuch von Pagoden bedeckte Schultern und Knie – ein Tuch oder langer Rock reicht oft aus.

Wie viel Zeit sollte ich für Hoi An einplanen?

Mindestens zwei volle Tage, um die Altstadt, den Markt, die Seidenfabrik und einen Ausflug nach Mỹ Sơn zu kombinieren. Wer auch an den Stränden entspannen möchte, kann drei Tage einplanen.

Ist die Reise auch für ältere Menschen geeignet?

Die Fahrradtour in Ninh Binh ist moderat und nicht zu lang – auch für Gelegenheitsradler gut machbar. Für den Aufstieg zur Bich-Dong-Pagode sollten Sie trittsicher sein. Ansonsten sind die Wege in Hoi An flach und gut begehbar.

📸 Hinweis zu BildrechtenDieser Beitrag wurde ursprünglich von einem Partnerunternehmen bereitgestellt. Das Bildmaterial wurde uns zur Verfügung gestellt. Rückfragen zu Bildrechten richten Sie bitte an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten.

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