logo-caissa

Chinas Kolonialzeit – Kaiserliche Pracht und westliche Einflüsse

Die Spuren der Kolonialzeit sind in China bis heute sichtbar – ein Kapitel voller Kontraste zwischen kaiserlicher Pracht und westlichem Einfluss. Eine Rundreise auf den Spuren dieser Ära führt zu faszinierenden Orten, an denen europäische Architektur auf traditionelle chinesische Baukunst trifft.

Chinas koloniales Erbe – eine Reise durch Zeit und Architektur

Entdecken Sie die verborgenen Zeugnisse einer Ära, in der Ost und West aufeinandertrafen – von Pekings Kaiserpalästen bis zu Hongkongs kolonialen Fassaden.

In diesem Artikel erfährst du:
🏛️ Welche Städte das koloniale Erbe am eindrucksvollsten bewahren
🌏 Wie europäische Mächte die Architektur Chinas prägten
🍺 Wo heute noch deutsche Brautradition lebt
✨ Welche Reiseetappen dich erwarten

Für wen ist dieser Artikel?

  • 🌍 Geschichtsinteressierte, die die koloniale Vergangenheit Asiens verstehen möchten
  • 🏯 Reisende, die abseits der üblichen Touristenpfade authentische Architektur erleben wollen
  • 🍜 Kulturfans, die sich für die Vermischung von Tradition und Moderne begeistern
  • 📸 Fotografen auf der Suche nach einzigartigen Motiven zwischen Ost und West

Die letzten Jahrzehnte des chinesischen Kaiserreiches waren geprägt von tiefgreifenden Umbrüchen. Der Einfluss der Westmächte begann mit dem 1. Opiumkrieg – ein Konflikt zwischen England und China, der aus dem Teehandel erwuchs. Guangzhou, damals Kanton genannt, war das Zentrum des Außenhandels und zur Zeit der Qing-Dynastie der einzige Hafen, der für Ausländer geöffnet war. Hier deckten die Engländer ihren wachsenden Bedarf an Tee, der gegen Silber und Rohbaumwolle getauscht wurde. Doch auch Opium wurde zur begehrten Ware – mit verheerenden sozialen Folgen.

Kolonialarchitektur in Guangzhou – Zeugnis europäischer Einflüsse

Der Opiumkrieg und seine Folgen
Die Anti-Opium-Kampagne des Kaiserhauses gipfelte im Juni 1839 in der Beschlagnahmung und Verbrennung von 20.000 Kisten Opium der englischen Händler in Kanton. Die darauf folgende militärische Intervention Englands zwang die unvorbereitete Qing-Regierung in die Knie. Der Vertrag von Nanjing (1842) markierte das Ende des 1. Opiumkrieges – Hongkong wurde an England abgetreten, fünf weitere Häfen öffneten sich für den Außenhandel. Damit begann die Ära der „Ungleichen Verträge“ und die schleichende Kolonialisierung Chinas, die bis heute architektonische Spuren hinterlässt.

Beginnend in Peking erkundet die Rundreise das Erbe der Kolonialzeit und die Pracht des damaligen Kaiserreiches. Westliche Einflüsse, historische Stätten und traditionelle Bauten bieten faszinierende Kontraste – ein lebendiges Bild einer Zeit, in der China sich in einer tiefgreifenden Umbruchphase befand. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Sommerpalast Yiheyuan am Stadtrand von Peking. Dieses Meisterwerk chinesischer Gartenarchitektur wurde Mitte des 18. Jahrhunderts für die Mutter des Kaisers erbaut. Wie auch der alte Sommerpalast Yuanmingyuan wurde er im 2. Opiumkrieg von Engländern und Franzosen zerstört. Während Yuanmingyuan heute nur noch als Ruinenstätte besucht werden kann, wurde Yiheyuan wieder aufgebaut – ein strahlendes Zeugnis kaiserlicher Pracht.

Nur eine knappe Stunde von Peking entfernt liegt Tianjin, das durch den „Vertrag von Tianjin“ (1858) zur ausländischen Konzession wurde. Noch heute finden sich dort faszinierende Spuren der Kolonialzeit. Eine einzigartige Mischung aus europäischer, russischer und japanischer Architektur verleiht der Hafenstadt ihren unvergleichlichen Charme. Baumgesäumte Boulevards und historische Fassaden laden zu stundenlangen Erkundungen ein.

Historische Kolonialbauten in Qingdao – deutsche Architektur in China

Qingdao – ein Stück Deutschland in China
Für knapp 25 Jahre stand Qingdao unter deutscher Verwaltung – und das ist bis heute spürbar. Kopfsteingepflasterte Straßen, rote Ziegeldächer und baumgesäumte Alleen erinnern an eine kleine deutsche Stadt. Das bekannteste Erbe ist das Tsingtau-Bier, das noch immer in der 1903 von Deutschen gegründeten Brauerei hergestellt wird. Ein Besuch der Brauerei ist ein Muss – nicht nur für Bierliebhaber, sondern für alle, die die deutsch-chinesische Geschichte hautnah erleben möchten.

Bevor die Reise nach Shanghai führt – der wohl am stärksten von westlichen Einflüssen geprägten Stadt Chinas – steht ein Zwischenstopp in Nanjing auf dem Programm. Diese Stadt war zwar keine ausländische Konzession, doch spielte sie eine zentrale Rolle: Hier wurde der Vertrag von Nanjing unterzeichnet, der den 1. Opiumkrieg beendete. Nanjing war Schauplatz historisch bedeutender Ereignisse dieser Umbruchszeit – ein Ort, der die Widersprüche zwischen alter Kaiserherrlichkeit und neuem westlichen Einfluss spiegelt.

Die Hafenstadt Guangzhou (Kanton) darf auf keiner kolonialhistorischen Reise fehlen. Das Herz der kolonialen Präsenz war die knapp einen Kilometer lange Insel Shamian im Süden der Stadt, die an Franzosen und Briten verpachtet wurde. Mit ihren prachtvollen europäischen Kolonialbauten fühlt man sich hier in eine andere Zeit versetzt. Die Insel, deren Betreten für Chinesen lange Zeit verboten war, ist ein eindringliches Beispiel für das Leben der Kolonialherren in China – und heute ein friedlicher Ort zum Flanieren.

Hongkongs Skyline – westliche und chinesische Einflüsse vereint

Hongkong – die Krone der britischen Kolonialzeit
Last but not least steht Hongkong auf dem Reiseplan – die Kolonie, die am längsten unter ausländischer Verwaltung stand. Unter britischer Herrschaft entwickelte sich Hongkong von einem kleinen Fischerdorf zum pulsierenden Handelszentrum Ostasiens. Die Mischung aus kantonesischer Kultur und britischen Traditionen ist bis heute allgegenwärtig – in der Architektur, der Küche und dem Lebensstil. Nach einem Abstecher nach Macau, der ehemaligen portugiesischen Enklave mit ihrem unverwechselbaren mediterran-chinesischen Flair, findet die Reise ihren krönenden Abschluss.

💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes

Insider-Tipp: In chinesischen Tempeln und historischen Stätten gilt: Schuhe ausziehen vor dem Betreten von Räumen mit erhöhten Schwellen – das ist ein Zeichen von Respekt. Beim Fotografieren von Einheimischen immer erst um Erlaubnis fragen, besonders auf dem Land. Und ein kulinarischer Geheimtipp: In Qingdao sollten Sie unbedingt frische Meeresfrüchte auf dem Zhongshan-Markt probieren – direkt neben der deutschen Brauerei. Die Kombination aus lokalem Fang und kühlem Tsingtau-Bier ist unschlagbar! Ein weiterer kultureller Hinweis: In China ist es üblich, dass der Gastgeber zuerst anstößt („Ganbei!“) – und das Glas sollte niemals leerer sein als das des Gegenübers. Kleine Gesten der Höflichkeit öffnen hier viele Türen.

🗓️ Reisedauer & Termine

Die 16-tägige Rundreise ist ideal in den milden Monaten Mai und Oktober buchbar – dann herrscht angenehmes Klima für Stadtbesichtigungen.

🏨 Komfort & Service

Übernachtungen in 4-Sterne-Hotels, alle innerchinesischen Flüge, Züge und Transfers sind inkludiert – inklusive Linienflüge mit Lufthansa ab vielen deutschen Flughäfen.

💰 Preis & Leistungen

Die Reise ist ab etwa 3.200 € pro Person buchbar (je nach Saison und Verfügbarkeit). Im Preis enthalten sind Flug, Unterkunft, Transfers sowie die Reiseleitung.

📸 Höhepunkte

Pekings Sommerpalast, Tianjins koloniale Architektur, Qingdaos deutsche Brauerei, Shamians Inselwelt, Hongkongs Skyline und Macaus portugiesisches Erbe.

Zum Schluss

Diese Reise ist mehr als eine bloße Besichtigungstour – sie ist eine Zeitreise durch die wechselhafte Geschichte Chinas. An jedem Ort wird spürbar, wie tief die Spuren der Kolonialzeit in die Gegenwart reichen. Die Mischung aus kaiserlicher Pracht, westlicher Architektur und lebendigen lokalen Traditionen macht diese Route zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis. Wer die Seele Chinas verstehen will, sollte auch die Narben und Glanzpunkte seiner kolonialen Vergangenheit kennen lernen – und genau das ermöglicht diese sorgfältig kuratierte Reise.

Welche Städte werden auf der Reise besucht?

Die Rundreise führt durch Peking, Tianjin, Qingdao, Nanjing, Guangzhou, Shanghai, Hongkong und Macau – jede Stadt mit einzigartigen kolonialen Zeugnissen.

Wie lange dauert die Reise und wann ist die beste Reisezeit?

Die Reise erstreckt sich über 16 Tage. Ideal sind die Monate Mai und Oktober, wenn das Klima mild und angenehm für ausgiebige Stadterkundungen ist.

Welche Verpflegung ist im Reisepreis enthalten?

Das Frühstück ist in den Hotels inkludiert. Unterwegs empfehlen wir, lokale Spezialitäten zu probieren – besonders in Qingdao die frischen Meeresfrüchte und in Guangzhou die kantonesische Dim-Sum-Küche.

Kann die Reise auch individuell gebucht werden?

Ja, die Reise ist als Studienreise mit festem Ablauf buchbar, kann aber auf Anfrage auch für private Gruppen angepasst werden. Kontaktieren Sie CAISSA für individuelle Wünsche.

Kontakt:

CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-32 33 22 40
Fax: +49 (0)40-32 33 22 22
E-Mail: [email protected]
www.caissa.de

Weitere Informationen zu dieser und weiteren Reisen finden Sie hier.

📸 Hinweis zu BildrechtenDieser Beitrag wurde ursprünglich von einem Partnerunternehmen bereitgestellt. Das Bildmaterial wurde uns zur Verfügung gestellt. Rückfragen zu Bildrechten richten Sie bitte an die im Impressum angegebenen Kontaktdaten.

Für dich ausgewählt: