Die Provinz Nakhon Pathom
Nur etwa 50 Kilometer westlich von Bangkok erwartet Sie eine der spirituell bedeutendsten Provinzen Thailands. Nakhon Pathom – ein Ort, an dem Geschichte, Glaube und ländliche Ruhe aufeinandertreffen.
Nakhon Pathom – Thailands spirituelles Herz und die höchste Pagode der Welt
Ein Tagesausflug von Bangkok, der Kultur, Natur und jahrhundertealte Traditionen vereint.
In diesem Artikel erfährst du:
🛕 Warum der Phra Pathom Chedi die älteste und höchste Pagode ist
🌴 Insider-Tipps für den Besuch des Rose Garden & Sanam Chan Palasts
🍈 Wie die berühmte Pomelo aus Nakhon Pathom schmeckt
🚆 Praktische Anreise & kulturelle Besonderheiten vor Ort
Für wen ist dieser Artikel?
- 🌏 Reisende, die Bangkok für einen Tag entfliehen und echte thailändische Kultur erleben möchten
- 🏛️ Geschichts- und Architekturinteressierte, die spirituelle Stätten abseits der Massen suchen
- 🍃 Naturfreunde, die botanische Gärten, Elefanten und traditionelle Dörfer lieben
- 🚐 Selbstfahrer oder organisierte Gruppen auf dem Weg nach Kanchanaburi & dem River Kwai
Der Phra Pathom Chedi – Wahrzeichen von Nakhon Pathom
Mit einer Höhe von 127 Metern ragt der Phra Pathom Chedi majestätisch in den Himmel – und ist damit die höchste buddhistische Pagode weltweit. Zugleich gilt sie als das älteste buddhistische Bauwerk Thailands. Bereits im 5. Jahrhundert nach Christus, so wird vermutet, errichteten Mönche den ersten Chedi an dieser Stelle. Über viele Jahrhunderte blieb die Stätte jedoch im dichten Dschungel verborgen und geriet in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert stieß man wieder auf die Ruinen. König Mongkut (Rama IV.) ordnete daraufhin eine großzügige Renovierung und einen Neubau an, der 1870 vollendet wurde. Die goldene Spitze des Chedi ist heute nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Symbol für die Beständigkeit des Glaubens.
Doch Nakhon Pathom hat weit mehr zu bieten als seine berühmte Pagode. Der Sanam Chan Palast, den König Rama VI. Anfang des 20. Jahrhunderts errichten ließ, ist ein beeindruckendes Beispiel thailändischer Palastarchitektur. Umgeben von weitläufigen Gärten und einem angrenzenden Park, dient er heute als Museum und Veranstaltungsort. Ebenfalls sehenswert ist die monumentale Buddhastatue Buddhamonthon mit einer Höhe von 16 Metern – sie thront in einer Parkanlage, die an wichtigen buddhistischen Feiertagen zum Schauplatz festlicher Zeremonien wird.
Ein absolutes Highlight für Familien und Kulturliebhaber ist der Rose Garden. Dieser botanische Garten begeistert mit exotischer Flora und Fauna, traditionellen Thai-Häusern und täglichen Kulturvorführungen. Hier können Besucher nicht nur die Kunst des thailändischen Tanzes und Kampfsports erleben, sondern auch Elefanten begegnen und eine Runde auf dem eigenen Golfplatz drehen. Das angeschlossene Hotel macht es möglich, sogar mehrere Tage in dieser grünen Oase zu verbringen.
Die Provinz Nakhon Pathom ist überwiegend flach und wird vom Fluss Tha Cheen bewässert. Die fruchtbaren Böden sind die Grundlage für die Landwirtschaft, die den Lebensunterhalt der meisten Einwohner sichert. Besonders berühmt ist die Region für ihren Pomelo-Anbau – die süße, der Grapefruit ähnliche Frucht wird von hier aus in alle Teile des Königreichs und darüber hinaus exportiert. Ein Besuch auf einem der lokalen Märkte lohnt sich, um die frischen Früchte direkt vom Erzeuger zu probieren.
💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes
Anreise: Der einfachste Weg nach Nakhon Pathom ist mit dem Zug ab dem Bahnhof Thonburi in Bangkok (ca. 1–1,5 Stunden). Alternativ verkehren auch Busse und Minivans. Für mehr Flexibilität empfiehlt sich ein Mietwagen. Kleiderordnung: An der Phra Pathom Chedi und in anderen Tempeln sollten Schultern und Knie bedeckt sein – ein Tuch für den schnellen Eintritt ist immer hilfreich. Kulinarischer Tipp: Neben der Pomelo probieren Sie unbedingt lokale Gerichte wie Khao Chae (gekühlter Reis mit Blumenessenz) oder süße Kokosnuss-Snacks, die auf den Märkten angeboten werden. Beste Reisezeit: In den kühleren Monaten November bis Februar ist es angenehm trocken und nicht zu heiß – ideal für Ausflüge.
🛕 Höchste Pagode der Welt
Der Phra Pathom Chedi misst 127 Meter und ist das älteste buddhistische Bauwerk Thailands – ein absolutes Muss für Tempelfans.
🍈 Pomelo-Hauptstadt
Die süßen, saftigen Pomelos aus Nakhon Pathom sind landesweit berühmt – probieren Sie sie frisch auf den lokalen Märkten.
🎭 Tradition & Kultur
Im Rose Garden finden täglich Vorführungen in traditionellen Thai-Häusern statt – Tanz, Musik und Elefanten hautnah.
🚆 Perfekter Tagesausflug
Nur 50 km von Bangkok entfernt, ideal mit dem Zug oder Auto – eine willkommene Abwechslung vom Großstadttrubel.
Zum Schluss
Nakhon Pathom ist weit mehr als eine Zwischenstation – es ist eine spirituelle Reise in die Wurzeln des Buddhismus, ein Ort der Stille und zugleich lebendiger Tradition. Ob Sie den goldglänzenden Chedi bestaunen, durch die Gärten des Rose Garden schlendern oder die süßen Früchte der Region kosten – dieser Ausflug bereichert jede Thailandreise. Lassen Sie sich von der verhaltenen Eleganz dieser Provinz verzaubern.
Wie komme ich von Bangkok nach Nakhon Pathom?
Der bequemste Weg ist der Zug ab dem Bahnhof Thonburi (nicht Hua Lamphong). Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und kostet nur wenige Baht. Alternativ fahren Minivans vom Busbahnhot Sai Tai Mai oder Sie mieten ein Auto (ca. 50 km westlich auf der Route 4).
Was ist das Besondere am Phra Pathom Chedi?
Er ist mit 127 Metern die höchste buddhistische Pagode der Welt und zugleich das älteste buddhistische Bauwerk Thailands. Der heutige Chedi wurde unter König Mongkut im 19. Jahrhundert errichtet und beherbergt Reliquien sowie eine beeindruckende Gebetshalle.
Welche Kleidung ist in den Tempeln angemessen?
Schultern und Knie sollten bedeckt sein – also lange Hosen oder Röcke und T‑Shirts mit Ärmeln. Ein Sarong oder Tuch wird vor Ort oft ausgeliehen, am besten haben Sie aber selbst eines dabei. Schuhe werden vor dem Betreten der Gebetshalle ausgezogen.
Wann ist die beste Reisezeit für Nakhon Pathom?
Die angenehmste Zeit ist von November bis Februar, wenn es kühler und trockener ist. Regenzeit (Mai bis Oktober) kann manchmal zu Überschwemmungen führen, aber die Tempel sind meist zugänglich. Heiße Monate (März–Mai) sind weniger empfehlenswert für längere Besichtigungen.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es außer dem Chedi?
Der Sanam Chan Palast, die 16 Meter hohe Buddhastatue Buddhamonthon und der Rose Garden mit botanischem Garten, Elefanten und traditionellen Vorführungen sind weitere Highlights. Auch die Pomelo-Märkte sind einen Besuch wert.
Kontakt:
Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Bethmannstraße 58, 60311 Frankfurt, Tel.: 069-1381390, Fax: 069-13813950, E-Mail: [email protected], Web: www.goasia.de/ThailandTourismus.de
