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Ein Blick in asiatische Kochtöpfe: Die Koreanische Küche

Die asiatische Küche ist exotisch, vielfältig und vor allem köstlich. EAST ASIA TOURS nimmt Sie mit auf eine kulinarische Reise und stellt regelmäßig Nahrungsmittel, Essgewohnheiten und Rezepte verschiedener Länder Asiens vor. Heute entführt Sie der Spezialist für Premium-Asienreisen in die faszinierende Geschmackswelt Koreas – ein Fest aus Schärfe, Knoblauch und überraschender Fermentation.

Koreanische Kimchi-Vielfalt – traditionell fermentiert und würzig

Koreas Küche entdecken: Kimchi, BBQ & kulinarische Geheimnisse

Von der fermentierten Nationalspeise bis zum geselligen Tischgrill – tauchen Sie ein in die Aromen und Traditionen des Landes der Morgenstille.

In diesem Artikel erfährst du:
🥬 Wie Kimchi zum Nationalheiligtum wurde
🍚 Was Bibimbap, Banchan und Gimbap ausmacht
🥩 Warum koreanisches BBQ weltweit begeistert
🧂 Insider-Tipps zu Esskultur & Verhalten am Tisch

Für wen ist dieser Artikel?

  • 🍜 Feinschmecker, die Asiens vielfältigste Küche abseits von Sushi & Curry kennenlernen möchten
  • ✈️ Reisende, die sich auf eine Korea-Reise vorbereiten oder kulinarische Eindrücke sammeln wollen
  • 👨‍🍳 Hobbyköche, die neue Fermentations- und Grilltechniken ausprobieren möchten
  • 📚 Kulturinteressierte, die mehr über die Bedeutung von Essen in der koreanischen Gesellschaft erfahren

Kimchi: Das vergorene Nationalgericht Koreas

Kimchi – fermentierter Chinakohl mit Chili und Knoblauch

Kimchi – mehr als nur eine Beilage
Korea und Kimchi sind untrennbar verbunden. Das Nationalgericht hat einen fast heiligen Status und wird zu jeder Mahlzeit gereicht – morgens, mittags, abends. Dabei handelt es sich um scharf marinierten, vergorenen Chinakohl, der je nach Familie oder Region ganz unterschiedlich zubereitet wird. Kimchi ist vielseitig: ob als Beilage zu Reis und Suppe, als Hauptgericht im heißen Steintopf (Kimchi jjigae) mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Tofu. Die Fermentation verleiht ihm eine intensive Würze und macht es reich an Vitamin B, C, Folsäure und probiotischen Milchsäurebakterien. Kein Wunder, dass Koreaner Kimchi nicht nur als Nahrung, sondern auch als Wunderheilmittel und Schönheitselixier verehren. Die Zubereitung wird von Generation zu Generation weitergegeben – und wer heiratet, muss bei der Schwiegermutter einen Kimchi-Kochkurs belegen, damit der Ehemann weiterhin sein gewohntes Kimchi bekommt. In Gwangju findet jährlich das Kimchi-Festival statt, bei dem Verkostungen, Wettbewerbe und sogar Theaterstücke dem fermentierten Kohl gewidmet sind.

Bibimbap – Reis umrühren, bitte

Bibimbap – bunter Reisteller mit Gemüse, Ei und Gochujang

Bibimbap bedeutet wörtlich „Reis umrühren“ – und genau das tun Koreaner selbst. Der Reisteller wird mit verschiedenen Gemüsesorten, Rindfleisch, einem gebratenen Ei und roter Chilipaste (Gochujang) serviert. Jeder vermengt die Zutaten nach eigenem Geschmack. Das Gericht ist nicht nur sättigend, sondern auch ein farbenfrohes Erlebnis für Auge und Gaumen. Oft wird Bibimbap in einem heißen Steintopf serviert (Dolsot Bibimbap), sodass der Reis am Boden knusprig wird – ein echtes Highlight für alle, die koreanische Küche lieben.

Banchan – Beilagen mit strengen Regeln

Banchan – kleine koreanische Beilagen mit Knoblauch und Sesam

Banchan sind die zahlreichen kleinen Beilagen, die zu jeder koreanischen Mahlzeit auf den Tisch kommen. Von Sojabohnen in Sesamöl über gekochten Spinat mit Knoblauch bis zu eingelegtem Rettich – die Variationen sind endlos, aber immer koreanisch gewürzt: viel Knoblauch, Sesam und Gochujang. Banchan werden geteilt, denn Essen ist in Korea eine gesellige Angelegenheit. Dabei gilt die strikte Regel: Die Jüngeren warten, bis die Älteren zu essen beginnen. Die Anzahl und Anordnung der Banchan auf dem Tisch folgt zudem einer jahrhundertealten Etikette, die genau festlegt, wo Sojasauce, Hauptspeisen und Beilagen zu stehen haben.

Koreanisches BBQ – Feuerfleisch vom Tischgrill

Koreanisches BBQ – Bulgogi und Galbi auf dem Tischgrill

Bulgogi („Feuerfleisch“) und Galbi (Rippchen) sind die Stars des koreanischen BBQ. Hauchdünn geschnittenes Rind, Hähnchen oder Schwein wird in einer pikanten Marinade aus Zucker, Sojasauce, Knoblauch, Chili und Sesamöl eingelegt und dann direkt am Tisch auf einem eingebauten Grill gegart. Das gemeinsame Grillen ist ein geselliges Erlebnis, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. In vielen europäischen Städten finden sich spezialisierte Restaurants, die diese Art der koreanischen Küche zelebrieren. Dazu werden frische Salatblätter, eingelegter Rettich und natürlich Kimchi gereicht – selbst einrollen und genießen!

Gimbap – Sushi der anderen Art

Gimbap – mit Gemüse, Ei und Bulgogi gefüllte Seetangrollen

Gimbap sieht aus wie japanisches Sushi, ist aber eigenständig. „Gim“ steht für Seetang, „Bap“ für Reis. In der Mitte der Rollen stecken großzügig Zutaten wie Spinat, Ei, Rettich, Sesamblätter, Fisch, Käse oder Bulgogi – im Gegensatz zum minimalistischen japanischen Pendant. Gimbap wird als Imbiss oder Picknick-Snack geschätzt und auch in Dreiecksform angeboten. Als Dip dienen koreanische Chilipaste, Sojasauce oder Sesamöl; Wasabi ist unüblich. Übrigens: Getrocknete, gesalzene Seetangblätter sind auch pur ein beliebter Snack in Korea.

💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes

Insider-Tipp: Die koreanische Tischetikette ist streng: Warten Sie stets, bis die älteste Person am Tisch mit dem Essen beginnt. Stecken Sie Essstäbchen niemals senkrecht in den Reis – das erinnert an ein Totenritual. Trinkgeld ist in Korea unüblich, auch in feinen Restaurants. Besonders authentisch wird der Genuss, wenn Sie zu scharfen Gerichten ein kühles Soju (koreanischer Reiswein) trinken – schenken Sie Ihrem Gegenüber stets mit beiden Händen ein. Übrigens: Kimchi ist so gesund, weil die Fermentation probiotische Bakterien hervorbringt – ein echter Booster für die Verdauung.

🥬 Typische Zutaten

Chinakohl, Rettich, Knoblauch, Ingwer, Gochujang (Chilipaste), Sojasauce, Sesamöl, Sesam – eine explosive Mischung aus Schärfe, Umami und Aroma.

🍚 Esskultur

Gemeinsames Teilen aller Speisen, keine Teller für einzelne Personen. Respekt vor Älteren durch Vorlassen beim Essen. Getränke werden mit beiden Händen eingeschenkt und entgegengenommen.

🧪 Gesundheit

Kimchi ist reich an Vitamin B, C, Folsäure und Milchsäurebakterien. Fermentierte Lebensmittel fördern die Darmgesundheit. Die scharfe Gewürzmischung kann den Stoffwechsel anregen.

✈️ Reisetipp

Besuchen Sie Gwangju zum Kimchi-Festival, probieren Sie in Seoul Streetfood-Gimbap an einem Gwangjang-Marktstand – und lassen Sie sich in einem traditionellen Hanok-Viertel von einem koreanischen BBQ-Abend verführen.

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Dann finden Sie HIER eine Übersicht der EAST ASIA TOURS Südkoreareisen, Reisen in das Land des Kimchi. Dort können Sie selbst entscheiden, ob Sie Freund oder Feind des vergorenen Chinakohls sind. Weitere Informationen zu den Reisen, gern aber auch zur koreanischen Küche, gibt es bei der EAST ASIA TOURS Produktmanagerin für Korea, Frau Dr. Birgit Peschke. Sie kann aus eigenem „Erschmecken“ berichten!

Zum Schluss

Die koreanische Küche ist weit mehr als nur Kimchi und BBQ – sie ist ein Spiegelbild der Kultur, der Gemeinschaft und der tiefen Wertschätzung für fermentierte Aromen. Ob Sie selbst in Seoul am Tischgrill sitzen oder zu Hause ein Bibimbap zubereiten: Jeder Bissen erzählt eine Geschichte von Tradition, Respekt und Genuss. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Esskultur verführen – sie wird Sie nicht mehr loslassen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Kimchi immer scharf?

Nicht zwangsläufig. Es gibt milde Varianten, die ohne Chilipaste auskommen, zum Beispiel „Baek Kimchi“ (weißes Kimchi). Die Schärfe lässt sich über die Menge an Gochujang oder Gochugaru (Chilipulver) steuern. In Korea wird fast immer scharf gewürzt, aber als Tourist kann man oft nach milder Version fragen.

Was ist der Unterschied zwischen Gimbap und japanischem Sushi?

Gimbap wird mit Sesamöl gewürztem Reis und einer Vielfalt an herzhaften Füllungen zubereitet – oft auch mit gekochtem Fleisch, Käse oder eingelegtem Gemüse. Japanisches Sushi setzt auf rohen Fisch und Essigreis. Gimbap ist eher ein herzhafter Snack, Sushi eine feine Delikatesse. Die Rollen sehen ähnlich aus, schmecken aber völlig anders.

Kann man koreanisches BBQ auch vegetarisch genießen?

Ja, viele Restaurants bieten gegrillten Tofu, Pilze und Gemüse an. Auch die Banchan sind oft vegetarisch – etwa Spinat, Möhren, eingelegter Rettich und Sojabohnen. Fragen Sie einfach nach „Yachae“ (Gemüse). In Seoul gibt es spezielle vegetarische BBQ-Lokale, die diese Tradition modern interpretieren.

Wie isst man richtig mit Stäbchen in Korea?

Legen Sie die Stäbchen nach dem Essen nicht in die Schüssel, sondern auf den Tisch oder die Stäbchenablage. Stecken Sie sie niemals senkrecht in den Reis – das ist ein Symbol für Totenopfer. Benutzen Sie zum Löffeln von Suppen den Löffel, nicht die Stäbchen. Und: Warten Sie, bis der Älteste beginnt.

Welche Getränke passen zur koreanischen Küche?

Soju ist der Klassiker – ein klarer Reisbranntwein, der pur oder mit Fruchtsäften gemischt wird („Soju Bomb“). Auch koreanisches Bier („Maekju“) wie Hite oder Cass ist sehr beliebt. Für eine alkoholfreie Alternative bietet sich Sikhye (süßer Reispunsch) oder ein kühler Ingwertee an. Zu scharfen Gerichten helfen milde Milchprodukte wie Joghurt.

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