Thailands unbekannter Norden

Doch auch die unbekannteren Provinzen des Nordens entzücken Besucher mit ihrem ursprünglichen Charme und der nordthailändischen Lebensweise.
Die Provinz Nan mit ihrer gleichnamigen Provinzhaupstadt präsentiert sich idyllisch und unberührt inmitten der nordthailändischen Bergwelt. Früher war die Provinz an der Grenze zu Laos ein eigenes Fürstentum, in dem sich durch den Einfluss der benachbarten Königreiche wie Sukhothai, Lanna und Burma ein eigener ganz besonderer architektonischer Stil entwickelte. Heute ist Nan das ideale Ziel für Besucher auf der Suche nach dem ursprünglichen Thailand, die abseits der gängigen Touristenpfade die regenwaldbedeckten Berge und die reiche Kultur erkunden möchten.

Das Städtchen Nan mit seiner malerischen Altstadt am Nan-Fluss besticht mit seinem behaglichen Charme längst vergangener Tage. Einfache Holzhäuser entlang der Straßen prägen das Stadtbild ebenso wie mehrere wunderschönen Tempelanlagen aus den unterschiedlichen Epochen der Stadt. Der Wat Phumin mit seinen vier Buddhastatue, die vom Zentrum des Tempels in alle Himmelsrichtungen blicken, und den filigranen Wandmalereien ist ebenso sehenswert wie der Wat Ming Mueang mit seinen eindrucksvollen Stuckverzierungen. Etwas außerhalb der Stadt, direkt am Nan-Fluss, liegt der wohl bekannteste Tempel Nans, der Wat Phrathat Chae Haeng. Eine von Nagas flankierte Treppe führt zum Hauptgebäude des Tempels, das ebenso wie der 55 Meter hohe, goldene Chedi bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde.
Auch außerhalb der Stadt gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die neun Meter hohe Buddhatatue am Phra That Khao Noi Tempel auf dem gleichnamigen Berg, von dem Besucher einen atemberaubenden Blick über das Städtchen Nan und die tropische Landschaft der Umgebung haben. Der beeindruckende Doi Phukha National Park mit fast 2.000 Meter hohen Gebirgszügen aus Kalkstein beherbergt neben zahlreichen Säugetier- und Pflanzenarten auch die seltene Baumart Chomphu Phu Kha [Bretschneidera sinensis].

Ein Besuch im Dorf Ban Nong Bua, rund 40 Kilometer nördlich der Stadt Nan, verspricht interessante Einblicke in das Leben der Tai Lue, einem Volksstamm der Dai. Die Tai Lue sind bekannt für die Produktion von schönen Stoffen mit ihrem typischen Stammesmuster. Auch die Herstellung von getrocknetem Seegras nach einem Jahrhunderte altenVerfahren gehört ebenfalls zu den wichtigsten Einnahmequellen des Dorfes.
Der örtliche Tempel Wat Nong Bua mit seinen beeindruckenden Wandmalereien ist ein wunderschönes Beispiel für die traditionelle Architektur der Tai Lue. Im Bezirk Boklua rund 80 kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt hingegen wird seit vielen Jahren sogenanntes „Bergsalz“ abgebaut. Hier können Touristen den Dorfbewohnern bei ihrer Arbeit an den zehn Meter tiefen Salzbrunnen zuschauen und mehr über das köstliche Salz aus den Bergen lernen.
Kontakt:
Thailändisches Fremdenverkehrsamt
Bethmannstr. 58
D-60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 – 1381390
Telefax: +49 (0)69 – 13813950
E-Mail: info@thailandtourismus.de
Internet: www.goasia.de/ThailandTourismus.de





