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Zentralthailand: Erlebnisse südöstlich von Bangkok

Früh, viel zu früh lärmt die Weckfunktion des iPhones an diesem Morgen durch mein komfortables Zimmer im „Chatrium Hotel Riverside Bangkok“… Noch ein Blick hinunter zu den Schnellbooten und Lastkähnen auf dem Chaophraya, ein schnelles Frühstück auf der Restaurant-Terrasse am Fluss, Koffer zu und Auschecken.

Dann starte ich mit Dave, einem Kollegen aus London, und unseren thailändischen Begleitern von „Royal Silk Holidays“ zu einer Inspektionsreise, die uns durch die Provinzen südwestlich von Bangkok bis zum Seebad Hua Hin führen wird. Der morgendliche Berufsverkehr ist in vollem Gange, als unser Van über den Fluss hinüber nach Thonburi im Westen der Hauptstadt fährt. Zum Glück staut es sich um diese Tageszeit vorwiegend stadteinwärts – wir kommen zügig voran und der Übergang von den Vororten Bangkoks in die Provinz Samut Sakhon ist kaum zu spüren.

Von Bangkok nach Hua Hin: Eine authentische Entdeckungsreise durch Zentralthailand

Eintauchen in das ursprüngliche Thailand abseits der ausgetretenen Pfade – Fischmärkte, schwimmende Märkte, Palmzucker und nachhaltiger Tourismus

In diesem Artikel erfährst du:
🐟 Besuch des größten Fischmarktes Thailands in Mahachai
🚂 Die spektakuläre Zugfahrt durch den Maeklong-Markt
🍯 Traditionelle Palmzuckerherstellung bei einer Familie in Tha Kha
🌿 Nachhaltige Unterkünfte und Insider-Tipps für deine Reise

Für wen ist dieser Artikel?

  • 🌏 Reisende, die Thailand abseits der Touristenpfade erleben möchten
  • 🍜 Liebhaber der thailändischen Küche und traditioneller Märkte
  • 🚐 Individualreisende, die eine kurze Rundreise von Bangkok aus suchen
  • 🧘‍♂️ Anhänger des nachhaltigen und sanften Tourismus

Mahachai – Das Tor zu den Meeresfrüchten Thailands

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Fischmarkt und Rikscha-Fahrt
In Mahachai, einem Küstenort an der Mündung des Flusses Tha Chin, erwartet uns einer der größten und beeindruckendsten Fischmärkte Thailands. Zugegeben, ich bin skeptisch – welche Gerüche werden mich umfangen? Doch die Meeresprodukte sind so frisch, dass nichts unangenehm riecht. Nur zu den Bergen von Garnelenpaste, einem unverzichtbaren Bestandteil der Thai-Küche, halte ich lieber etwas Abstand. Nach dem Markt setzen wir per Fähre zum anderen Ufer über, wo betagte Herren mit ihren Fahrradrikschas auf uns warten. Eine gemütliche Rikschatour durch das Städtchen zum Bahnhof bringt uns nah an das alltägliche Leben der Einheimischen. Unterwegs entdecken wir hohe Betonklötze mit winzigen Fensteröffnungen – Wohnhochhäuser für Salanganen, deren Nester für die berühmte Schwalbennestersuppe geerntet werden. Diese Art der „Nest Farming“ ist zwar umstritten, gilt aber als nachhaltiger als das Wildern in freier Natur und hat zur Erholung des Salanganen-Bestands beigetragen.

Zugfahrt durch den Maeklong-Markt – Ein Schauspiel der besonderen Art

„Nein, der Zug nach Maeklong ist heute bereits zwei Stunden früher gefahren.“ Während ich noch über die Fahrplantreue sinniere, legt unsere hervorragende Reiseleiterin Toy völlig unaufgeregt fest, dass wir den nächsten Zug von einer anderen Station nehmen – und zunächst einmal Mittag essen. So flexibel zeigt sich das entspannte thailändische Lebensgefühl.

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Der „Schirm-klapp-weg“-Markt
Als unser Bummelzug sich anschickt, mitten hinein in das lebendige Marktreiben von Maeklong zu fahren, droht scheinbar ein Chaos. Doch nur wenige Meter vor dem Triebwagen werden Sonnenschirme eingeklappt, Stände zur Seite gerückt – und eine enge Gasse öffnet sich. „Talad Romhup“ nennen die Thais diesen Teil des Marktes, was so viel heißt wie „Schirm klapp weg“. Das Thermometer klettert über 35°C – die Hitze ist intensiv. Am Stand mit exquisiten Durians komme ich nicht vorbei. Noch nie hat mir die „Stinkfrucht“ so himmlisch geschmeckt! Meine Begleiterinnen erklären mir mit schelmischem Lächeln erst danach, dass Durian den Körper erhitzt – den Rest des Nachmittags verbringe ich in Schweiß gebadet.

Insider-Tipp für Märkte: In Thailand ist es üblich, vor dem Betreten eines Tempels die Schuhe auszuziehen und Schultern sowie Knie zu bedecken. Auf Märkten wie Maeklong solltest du immer genügend Wasser dabeihaben, da es selbst im Schatten sehr heiß werden kann. Handeln ist erwünscht, aber immer mit einem Lächeln und ohne übertriebene Aggressivität.

Amphawa – Geburtsort eines Königs und ruhige Kanäle

In Amphawa, dem Geburtsort König Rama II., bummeln wir durch die schöne Parkanlage des ihm gewidmeten Museums und schlendern anschließend über den Amphawa Riverside Market. An Wochenenden zieht der Ort Massen von Ausflüglern aus Bangkok an – heute liegt er still und beschaulich zu beiden Seiten des Flüsschens. Die Ruhe erkaufen wir damit, dass fast alle Geschäfte und Garküchen geschlossen bleiben. Dennoch ist der Charme der traditionellen Holzhäuser am Wasser unverkennbar.

Nach Inspektionen in drei Hotels von höchst unterschiedlicher Qualität checken wir im Baan Amphawa Resort & Spa ein. Der Tag klingt mit einer entspannenden Nacken-und-Schulter-Massage im Suphannika Spa und einem Dinner am Maeklong-Fluss aus. Diese Anlage dürfte die beste in der Gegend sein – als Ruhepunkt auf Rundreisen oder für ein paar Tage Entspannung kann ich das Resort (www.baanamphawa.com) nur empfehlen.

Tha Kha – Palmzucker und schwimmender Markt

Am nächsten Morgen fahren wir zum Dorf Tha Kha. An einem Tempel steigen wir in kleine Sampans und werden durch schmale Kanäle mit üppiger Vegetation gerudert. In diesem Moment ist Thailand genau so, wie man es sich aus fernen Landen vorstellt! An bestimmten Tagen des Mondkalenders findet hier ein schwimmender Markt statt. Heute besuchen wir ein Gehöft, auf dem mehrere Generationen einer Familie Palmzucker herstellen. Aus dem Saft der Blütenstände der Palmen wird Sirup gekocht und zu einer zähflüssigen Masse reduziert, die beim Abkühlen fest wird. Allein vom Zuschauen am offenen Feuer wird es wieder bedrohlich heiß.

Übrigens: Einige Familien in Tha Kha bieten Gästezimmer an. Wer an unverfälschten Eindrücken vom dörflichen Leben interessiert ist, den Kontakt zu Einheimischen sucht und auf gehobenen Komfort verzichten kann, findet hier eine preiswerte und authentische Alternative zu Hotels – ein Home Stay, der nachhaltigen Tourismus lebt.

Phetchaburi – Salz, Zucker und ökologische Gastlichkeit

Weiter geht es in die Provinz Phetchaburi, etwa 170 Kilometer südwestlich von Bangkok. Vorbei an endlosen Salinen, wo gerade das Meersalz „geerntet“ wird, und nach einem kurzen Stopp am Laem Pak Bia Environmental Research Project erreichen wir den Bezirk Ban Thamrong. Auf einer Zuckerpalmenplantage lernen wir den feinen Unterschied zwischen Palmzucker von der Zuckerpalme (ideal für Süßspeisen) und dem von anderen Palmen (vorrangig zum Kochen). Auch die Samenkerne der Frucht werden in aufwendigen Verfahren zu Desserts verarbeitet – ein echtes Handwerk.

Unser Hotel heute ist das Petchvarin Resort & Spa (www.petchvarinresort.com), ein Nichtraucherhotel der Green Leaf Stiftung, das sich nachhaltigem Tourismus und ökologischer Bewirtschaftung verschrieben hat. Villen und Bungalows in verschiedenen Kategorien bieten rustikalen bis gehobenen Komfort auf einem weitläufigen Gelände am Phetchaburi River. Swimmingpool, Spa und Biogemüse aus dem eigenen Garten runden das Erlebnis ab.

Kaeng Krachan, Cha‑am und Hua Hin – ein krönender Abschluss

Am letzten Tag fahren wir durch einen Teil des Kaeng-Krachan-Nationalparks und über den Damm des gleichnamigen Stausees. Von der Dammkrone öffnet sich ein weiter Blick auf die Umgebung – leider fehlt die Zeit für eine genauere Erkundung, denn es warten Hotelinspektionen an den Stränden von Cha‑am und Hua Hin. In Hua Hin besuchen wir die königliche Sommerresidenz König Rama VI. und den reich verzierten königlichen Wartesaal des Bahnhofs, der zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

Auf der Rückfahrt nach Bangkok holt mich der Stau ein: Der letzte Kilometer bis zum Hotel an der Sukhumvit Road kostet mehr als eine Stunde Geduld – ein kleiner Vorgeschmack auf den Verkehr der Hauptstadt.

💡 Lokale Insider-Tipps & Wissenswertes

Insider-Tipp: In Thailand ist Trinkgeld nicht verpflichtend, aber für guten Service sehr willkommen. In gehobenen Hotels und Restaurants sind 5–10 % üblich. Auf den lokalen Märkten wie Mahachai oder Maeklong lohnt sich der frühe Morgen – dann ist das Treiben am authentischsten und die Hitze noch erträglich. Achte darauf, stets genügend Bargeld in kleinen Scheinen dabeizuhaben, denn viele Händler akzeptieren keine Karten. Wenn du eine Massage genießt, ist ein Trinkgeld von etwa 50–100 Baht pro Stunde eine nette Geste.

🗓️ Beste Reisezeit

Die kühlere Jahreszeit von November bis Februar ist ideal. Aber auch in der heißen Jahreszeit (März–Mai) lässt sich die Tour gut durchführen, wenn man viel Wasser trinkt und leichte Kleidung trägt.

🍜 Kulinarische Highlights

Probieren Sie unbedingt die frischen Meeresfrüchte auf dem Mahachai-Markt, die berühmte Schwalbennestersuppe (als kulinarisches Erlebnis) und den echten Palmzucker aus Tha Kha. Durian sollte man nicht verpassen, aber mit Vorsicht genießen!

🚂 Anreise vor Ort

Die beschriebenen Ziele sind per PKW oder Minivan in 1–3 Stunden von Bangkok erreichbar. Für die Zugfahrt durch Maeklong empfiehlt sich die Ankunft am frühen Morgen – Fahrplanänderungen sind aber immer möglich. Flexibilität ist der Schlüssel.

🌿 Nachhaltigkeit

Das Petchvarin Resort ist ein Vorreiter für ökologischen Tourismus. Auch die Palmzucker-Kooperative in Tha Kha und die Rikscha-Fahrer in Mahachai unterstützen die lokale Wirtschaft. Achten Sie auf umweltfreundliche Unterkünfte und vermeiden Sie Plastikmüll.

Zum Schluss

Die beschriebene Kurzreise – ohne die beruflich bedingten Hotelinspektionen – ist eine bereichernde Option für Thailand-Reisende, die die historischen Top-Sehenswürdigkeiten bereits kennen und nun nach dem authentischen Landleben in küstennahen Regionen suchen. Wer sich für diese Tour entscheidet, sollte Interesse an traditionellen Märkten und der Thai-Küche mitbringen. Lange Überlandfahrten entfallen, da das Programm nicht weiter als drei Fahrstunden von Bangkok entfernt führt. Ideal ist diese Route auch als Verbindung zwischen einem Bangkok-Aufenthalt und den Stränden von Cha‑am oder Hua Hin – ein nachhaltiges und tiefgründiges Reiseerlebnis.

Wann ist die beste Reisezeit für diese Tour?

Die kühlere Trockenzeit von November bis Februar ist am angenehmsten. Aber auch in der heißen Jahreszeit (März bis Mai) ist die Reise möglich – dann sollte man jedoch viel Wasser trinken und leichte Kleidung tragen. Die Regenzeit bringt weniger Touristen und ein sattes Grün, aber auch kurze Schauer.

Ist diese Tour für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, durchaus. Die Märkte und die Zugfahrt sind für Kinder spannend. Allerdings sollte man auf die Hitze achten und genügend Pausen einplanen. Home Stays sind eher für ältere Kinder geeignet, während Resorts wie das Baan Amphawa oder Petchvarin auch Familienzimmer bieten.

Welche Kleidung ist empfehlenswert?

Leichte, atmungsaktive Stoffe aus Baumwolle oder Leinen sind ideal. Für Tempelbesuche sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Bequeme Schuhe für Märkte und eine Kopfbedeckung gegen die Sonne sind unverzichtbar. Ein leichter Regenponcho kann in der Regenzeit nützlich sein.

Kann ich diese Tour auch individuell buchen?<p style="margin-top:
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